Verein will das Waldviertel weltberühmt machen

Das Wirtschaftsforum Waldviertel feierte zehnjähriges Bestandsjubiläum. Bei einer Feier im Waldland zog Obmann Christof Kastner Bilanz und ehrte Gründungsmitglied Günther Stummvoll.

Erstellt am 25. Oktober 2021 | 09:48

Es ist ein ambitioniertes Ziel, das sich das Wirtschaftsforum Waldviertel auf die Fahne geschrieben hat: Das Waldviertel weltberühmt machen. Beim zehnjährigen Bestandsjubiläum im Waldland am 22. Oktober – coronabedingt um ein Jahr verspätet – gab der frisch bestätigte Obmann Christof Kastner einen Überblick über die Geschichte des Vereins.

„Es ist ein Zurückgeben an die Region“, sagte er zu seiner Tätigkeit. Über 180 Mitgliedsbetriebe zählt der Verein, der die Region mit seinen 111 Gemeinden als Wohn- und Arbeitsort bewirbt. „Bei euch merkt man: Ein Waldviertler, drei Leut‘. Hut ab, was in den letzten Jahrzehnten im Waldviertel geschehen ist“, lobte Landtagspräsident Karl Wilfing den Einsatz der Mitglieder.

Preis steht symbolisch für das Waldviertel

Christof Kastner überreichte „Gründungsvater“ des Vereins, Günther Stummvoll, für seinen Einsatz um das Waldviertel einen Ehrenpreis: Die Statue symbolisiert das Waldviertel und besteht aus einem Grantiblock, Metall, Glas und Holz. „Als gebürtiger Wiener muss ich sagen: Das Waldviertel hat enormes Potenzial und ist eine Best Practice-Region für ganz Österreich“, hob Stummvoll hervor.

In einem Videorückblick strichen Vorstandsmitglieder die Stärken des Wirtschaftsforums heraus: So zieht die Jobmesse jährlich 3.500 Besucher sowie 80 Aussteller in die Region. Die Wirtschaftsakademie vereint die vier Handelsakademien mit jeweiligen Schulschwerpunkten virtuell – das Projekt wurde heuer bei der Verleihung des Staatspreises „Innovative Schulen“ ausgezeichnet, die NÖN hat berichtet.

Wilfing: Corona auch als Chance für das Waldviertel

Corona brachte für die Region auch eine Chance, erklärte Landtagspräsident Karl Wilfing: Regionalität und Authentizität erlebten einen Aufschwung: „Viele Wiener drängen aufs Land. Wir müssen die Chance nützen.“ So seien laut Wilfing politische Ziele der Ausbau der Straßen auf zwei- bis dreispurige Fahrbahnen aus Ortschaften raus („wo es geht“) sowie die Beschleunigung der Franz-Josefs-Bahn.

Ein „Bremsklotz“ ist die Demographie, erklärte Regionalberater Josef Wallenberger: „Hier schauen wir im Waldviertel ein bisschen alt aus.“ Daher gelte es, alte Bilder aufzubrechen und auf die vielen Arbeitsplätze hinzuweisen: „Wir wollen das Waldviertel-Virus, das uns damals Adi Kastner und Günther Stummvoll mitgegeben haben weitertragen und Super-Spreader kreieren“, sagte Wallenberger.

In Diskussionsrunden verwies Vereinskassier Werner Groiß auf regionsspezifische Förderungen für Gründer. Vorstandsmitglied Anne Blauensteiner stellte das Projekt „Frau Ida“ vor, die NÖN berichtete mehrfach, Stefan Schrenk die Dachmarke „Waldviertler Handwerker“. Lob für den Verein kam von ÖVP-Abgeordneten Lukas Brandweiner und Wirtschaftskammer-Direktor in Niederösterreich, Johannes Schedlbauer.