Im Bezirk Zwettl wird weiter verschoben . Veranstaltungen für das angelaufene Jahr sind geplant, bis die Corona-Bestimmungen diese zulassen wird aber immer wieder verschoben.

Von Angelika Koll und Reinhard Hofbauer. Erstellt am 24. Februar 2021 (05:14)
Die neuen Vorstandsmitglieder der Kulturinitiative Ottenschlag blicken trotz Corona positiv in die Zukunft: Obmann Michael Mittermeir und seine Stellvertreterin Christa Jager (vorne), Schriftführer-Stvtr. Karina Mittermeir, Kassierin Patricia Keller und Schriftführerin Alexandra Jäger (von links).
Reinhard Hofbauer, privat

Auf den Bühnen der Kulturveranstalter ist es immer noch still. Welche Pläne haben die Vereine dennoch für das angelaufene Jahr?

Die Kulturinitiative Ottenschlag musste im Vorjahr zwar Veranstaltungen absagen, finanziell stehe man das aber durch. Mit dem fertig ausgearbeiteten Sicherheitskonzept blickt das neue Führungsteam um Obmann Michael Mittermeir positiv in die Zukunft. Die Maßnahmen werden sehr ernst genommen. So wurde auch im vergangenen Jahr der Kabarettabend im Oktober mit Walter Kammerhofer und 200 Besuchern im großen Turnsaal erfolgreich und ohne eine einzige Infektion bewältigt. Auch der Künstler war sehr dankbar für seinen ersten Auftritt im Herbst.

Datum auf Foldern muss überklebt werden

Das Programm für das Frühjahr 2021 ist fertig, 5.000 Folder sind bereits gedruckt und werden demnächst verschickt. Leider muss die erste geplante Veranstaltung am 12. März – Helmut Pichlers Bild- und Filmabenteuer „40 Jahre unterwegs“ – bereits auf September verschoben werden. Die Kulturinitiative will daher alle Mitarbeiter zusammentrommeln und in den Foldern das Datum überkleben. Das Team geht davon aus, dass die NÖ-Vorpremiere des neuen Musik-Kabaretts der „Vierkanter“ am 9. April stattfinden kann. Auch das Mostviertler Quartett möchte ihre Vorpremiere unbedingt in Ottenschlag durchführen. Man ist überzeugt, dass kleine Kulturveranstaltungen leichter durchzuführen sind als große Events.

Der 2019 gegründete Zwettler Verein Kulturzwickl wurde als noch sehr junger Verein durch Corona total ausgebremst, bevor er durchstarten konnte. „Mittlerweile haben wir einen Großteil unserer geplanten Veranstaltungen bereits zwei Mal verschoben“, erwähnt Obmannstellvertreterin Brigitte Lassmann-Moser. Schon im Herbst habe man beschlossen, die Frühjahrs-Termine abermals zu verschieben. Es ist im Kulturbereich ohnehin sehr schwierig, kostendeckend zu arbeiten, mit den Corona-Maßnahmen sei das unmöglich. „Unser erstes Konzert in diesem Jahr soll jetzt im September mit den „Vierkantern“ stattfinden, dann hoffentlich bereits unter halbwegs normalen Umständen“, sagt Lassmann-Moser.

Auch in der veranstaltungsfreien Zeit war das „Kulturzwickl“ aktiv. So wurden auf der Homepage Videostreams von Konzerten von Pippo Pollina, der bereits zwei Mal in Zwettl war, und Roland Batik live übertragen. Diese sind nach wie vor dort abrufbar. „Außerdem ist es uns gelungen, Kontakte zu vielen Künstlern herzustellen und Videos von ihnen im Rahmen der Corona Music Distance Projekte auf unserer Homepage zu veröffentlichen, quasi als Möglichkeit für alle Musikfreunde, die Zeit zu überbrücken“, erzählt Obmann Gerhard Uitz.

Auf der Bühne des Truckerhauses ist es derzeit still, das zugehörige Museum hat jedoch geöffnet. Im Bild: Erwin van Dijk (links) und Gerald Fragner.
Reinhard Hofbauer, privat

Auch im Gutenbrunner Truckerhaus konnten viele Konzerte nicht stattfinden. „Wir haben viel verschoben, aber nichts abgesagt“, betont Erwin van Dijk. Die Zeit nutzt man nun unter anderem dafür, die Homepage neu zu gestalten. Das Programm stehe bereits bis Jänner und in den nächsten Tagen soll das Herbstprogramm auch online gestellt werden. „Wir hoffen, dass wir im Mai wieder Veranstaltungen abhalten können“, meint van Dijk. Das hängt aber natürlich von den geltenden Maßnahmen ab, denn sollte man nur für 20 Leute spielen können, wäre das finanziell schwierig. Van Dijk hofft hier auch auf Veranstaltungen im Freien. Das zum Truckerhaus zugehörige Museum ist übrigens auch derzeit geöffnet.

Auch der Verein Kultur in Martinsberg steht still. „Wir planen derzeit eigentlich nichts, weil wir nur verschieben und noch so viele Veranstaltungen nachzuholen haben“, erzählt Obfrau Doris Schroll. Die erste mögliche Veranstaltung sei im Mai geplant. Jedoch stelle sich auch die Frage, inwieweit das Publikum das Angebot dann sofort wieder annimmt. „Ich glaube, dass die Leute teilweise skeptisch sind“, meint Schroll. Eine Erleichterung könnten möglicherweise Eintrittstests für Veranstaltungen bringen.

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