Vierkanter unterhielten mit a cappella-Gesang

Mit frischem a cappella-Gesang, frechem Kabarett und amüsanter aber auch gesellschaftskritischer Unterhaltung empfing das Vokalensemble „Die Vierkanter“ am Freitagabend auf der Bühne des Stadtsaals Zwettl sein Publikum.

Maria Moll Erstellt am 27. September 2021 | 12:33
New Image
Die Vierkanter Martin Pfeiffer, den Brüdern Alois und Leo Röcklinger sowie Stefan Rußmayr (von vorne) unterhielten am Freitagabend im Stadtsaal Zwettl.
Foto: Maria Moll

Gerhard Uitz, der Obmann des Kulturzwickls, jener Vereinigung, die ungefilterten Kulturgenuss verspricht, begrüßte vorweg im Namen des Zwettler Vereins und hob die Hilfe und Unterstützung seitens der Stadtgemeinde, den Vereinsmitgliedern und ihren Partnern sowie allen Sponsoren hervor.

Die Vierkanter, vier Herrn aus Biberbach im Bezirk Amstetten, wollen mit dem Namen ihres Ensembles an die typische Form des Bauernhofs im Mostviertel erinnern. Die Idee zur Gründung der Gruppe kam von Alois Röcklinger, dem Leiter der örtlichen Volkstanzgruppe. Zusammen mit drei weiteren, in verschiedenen 40 Stunden Jobs tätigen Volkstänzern, gründete er die Vierkanter, die nach 25 Jahren noch immer in gleicher Besetzung gemeinsam auf der Bühne stehen und derzeit ihr 10. Programm „BLACKOUTsch, A-cappellypse WOW“ präsentieren. Sie haben einen dicht gefüllten Terminkalender und werden mit dem neuen Programm am 6. November im Spectaculum Mundi in München auftreten.

New Image
Gesang, Kabarett und lustige Unterhaltung boten die Vierkanter Alois und Leo Röcklinger (vorne v. l.) sowie Martin Pfeiffer und Stefan Rußmayr (vorne, v. r.). Eingeladen hat der Verein Kulturzwickl mit (v. l.) Wolfgang Ruthner, Christine Uitz-Böhm und Obmann Gerhard Uitz, Brigitte Lassmann-Moser, Martin Stadler, Sonja und Michael Hofmann und Katharina Ruthner-Siegl.
Maria Moll

Ziemlich außerirdisch muten Beleuchtung und Musik an, als die Vier auf die Bühne kommen. Leo Röcklinger agiert anfangs häufig als Leadsänger, später löst ihn Stefan Rußmayr oftmals ab. Martin Pfeiffer steuert unter Einsatz eines Loopers, des „fünften Vierkanters“, Rhythmus und Elemente zur Klanggestaltung bei. Sie besingen den Umgang mit Facebook, die Autokorrektur durch den Computer und den fiktiven Aufenthalt der Beatles in Adersdorf bei Amstetten. Sie befassen sich mit Minions, jenen kleinen gelben Wesen, die schon seit Urzeiten existieren, mit dem Problem eines Blackouts auf der Almhütte, dem täglichen Lachen und Lügen des Menschen und einigem mehr.

Zwischen den darüber humorvoll gereimten Texten, die sie nach Melodien bekannter Schlager und Welthits vortragen, liefern sie Pointen – „scharf wie beim Inder, ehrlich und ganz ohne Flunkern“. Den Abschluss bildet ein bunter Melodienreigen, ein Best-of der letzten Jahre, an dem das Publikum als Background-Sänger mitwirkt.

Mit der Zugabe „Memories bring back you“, einem echten Ohrwurm, geben die vier Musiker ihren Zuhörern zur Erinnerung gute Stimmung mit.