"Die Kunst bleibt ewig ein Zaungast". Das Sonnenbad im Kamptal bot den Rahmen für die Performance "Missing Link".

Von Maria Moll. Erstellt am 13. August 2014 (07:36)
NOEN, Michael Salzer
„Missing Link - Monolog einer Schneekanone“ eine Performance im Rahmen des Viertelsfestivals. Michael Salzer

ZWETTL / Die Performance „Missing Link“ wurde am 9. August im Sonnenbad im Kamptal dargeboten. Josef Koppensteiner begrüßte Karl Wozek, den Regisseur und Verfasser des Textes, Günther Rabl, der für den Sound verantwortlich zeichnete, sowie den Organisationsleiter Peter Cerny. Eine bedeutende Rolle kam der Technik zu.

Der Originalklang der Maschine, einer Schneekanone, später ausgedünnt zu sphärischen Klängen, eröffnete die Aufführung. Das Gerät, aus Kirchbach geliehen, in wechselnden Farben bunt und gespenstisch beleuchtet, zog am linken Ufer des Kamp die Blicke aller auf sich. Die Göttin des Winters tat in sehr ausführlichem Monolog ihre Gedanken über ihr Wesen, ihr Dasein und Wirken und über den modernen Wintersport kund. Sie philosophierte in einem schier nicht enden wollenden Sermon, durchgehend von Peter Cerny gesprochen, über das fehlende Bindeglied zwischen Natur und Maschine - den Menschen. „Die Kunst bleibt ewig ein Zaungast“, stellte sie fest. Auch die Erwähnung einiger perverser Grausamkeiten auf der Piste durfte nicht fehlen.

Dann kehrte das Gewitter mit Donner und Regen zurück und mehrere Zuhörer flüchteten.