Waldviertler auf Augenhöhe mit dem Meister. Die Nordmänner zwangen Aich/Dob beinahe in den fünften Satz, gaben die Partie aber in der Schlussphase zu leicht her.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 15. April 2019 (06:36)

Kleinigkeiten waren im zweiten Finalspiel der „Best of Seven“-Serie zwischen Meister Aich/Dob und den Herausforderern aus dem Waldviertel entscheidend. Nachdem die Kärntner im knappen ersten Satz in Führung gingen (23:25), glichen die Gastgeber im zweiten Abschnitt aus (25:21), ehe die Partie im dritten Satz so richtig an Fahrt aufnahm.

Harter Schlagabtausch 

Da hielten die Waldviertler den Abschnitt bis zum 10:10 offen, als Aich/Dobs Federico Jorge Franetovich auftrumpfte und viele wichtige Punkte für die Kärntner holte. „Keine Panik, wir brauchen Ruhe“, forderte URW-Trainer Zdenek Smejkal. Doch nach zwei starken Blocks zogen die Gäste davon und gingen mit einem komfortablen 21:15-Vorsprung in die Endphase. URW-Manager Werner Hahn spürte bereits, dass das Momentum aufseiten der Gäste war. Ein toller Ballwechsel mit besserem Ende für Aich/Dob brachte schließlich Satzbälle, den zweiten verwertete Franetovich zur 2:1-Satzführung.

Im vierten Durchgang legten die Kärntner wieder vor, gaben ab dem 5:5 aber die Kontrolle ab. Zwei gute Blocks der Waldviertler sorgten für die 9:6-Führung, zwei vermeidbare Fehler bedeuteten den Ausgleich (11:11). Bis zum Schluss ging es weiter hin und her, ehe Christopher Hahn die Nordmänner mit einem gefinkelten Service erneut in Front brachte (21:20). Ausgerechnet in der entscheidenden Phase passierten zwei bittere Fehler, und beim Stand von 22:23 gab es nach einer engen Entscheidung des Schiedsrichters den ersten Matchball. Mit einem Schlag ins Out war die zweite Niederlage besiegelt.