Zwettls Schüler haben ihre Sprecher gewählt. HAK/HAS und HLW setzen auf Bewährtes. Gymnasium hat neues Gesicht an der Spitze.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 22. Oktober 2020 (04:27)

Die neuen Schulsprecher sind gefunden. Während das Gymnasium ein frisches Gesicht an der Spitze bekommt, gehen die Schulsprecher von HAK/HAS und HLW des Vorjahres in eine zweite Runde.

„Ich glaube, in der Schule gibt es immer etwas zu verbessern.“Emma Friedl, neue Gym-Schulsprecherin

Emma Friedl heißt die neue Schulsprecherin im Gymnasium Zwettl. Aktuell ist sie in der 6A. „Ich glaube, in der Schule gibt es immer etwas zu verbessern“, erklärt Friedl zu ihrer Motivation für die Aufstellung. „Zusätzlich ist es sicher eine Erfahrung, die mir auch im Leben nach der Schule nützlich sein kann.“

Für sie selbst war die Wahl eine kleine Überraschung: „Ich habe nicht damit gerechnet, bin aber froh, es gewagt zu haben.“ Die Devise für das neue Schuljahr ist klar, denn mit Corona ist die Situation eine besonders schwere. „Ich will die Interessen, sowohl von Lehrern als auch Schülern, möglichst gut vertreten, dass es allen gut geht“, erklärt Friedl.

Wegen Corona blieb einiges auf dem Zettel

In der HAK/HAS wird Philipp Schwarzinger zum zweiten Mal die Funktion des Schulsprechers übernehmen. „Corona hat uns letztes Jahr ziemlich viele Pläne durchkreuzt. Eigentlich konnte ich die Funktion des Schulsprechers nur im ersten Semester ausüben, weshalb ich noch einiges auf dem Zettel habe“, meint Schwarzinger.

Zudem habe die Zusammenarbeit mit den Stellvertretern – alle aus der selben Klasse – hervorragend funktioniert. Warum ein eingespieltes Team auseinanderreißen?

Bücher in vielen Fächern gar nicht verwendet

Konkrete Pläne hat Schwarzinger einige. Schon im letzten Jahr setzte er sich für Schul-WLAN ein, das jetzt kurz vor der Realisierung stehen soll. „Es ist schon seit Längerem ein geschlossener Wunsch aller Schüler“, meint er. Ein weiterer vom letzten Schuljahr übernommener Plan ist die Umgestaltung des Schulbuffets. „Wir brauchen gesünderes Essen und müssen weg von den Fertigprodukten.“

Das größte Anliegen des Schulsprechers dürfte jedoch die Fortführung des Maturasystems vom Vorjahr sein. Damals floss die Jahresnote in die Maturanote mit ein. „Ich glaube, es ist nur fair, wenn die Leistung eines längeren Zeitraums auch etwas wert ist, und nicht nur die punktierte Leistung bei der Matura“, erklärt er über seine Pläne für das neue Schuljahr..

Auch in der HLW bleibt der Schulsprecher des Vorjahres erhalten. Sebastian Lugmayer ist in der vierten Sozialpädagogik-Klasse. „Voriges Jahr habe ich in die Funktion hineingefunden. Heuer will ich noch mehr Projekte umsetzen“, erklärt er. Zwei Themen beschäftigen ihn besonders.

Zum einen wünscht er sich mehr Transparenz beim Thema Schulgebühren. „Wir wollen wissen, wo unser Geld hinkommt, auch weil die Gebühren in den letzten Jahren erhöht wurden.“ Auch die Reduzierung der Schulbücher steht auf der Agenda. „In vielen Nebenfächern verwenden wir die Bücher gar nicht, weil wir stattdessen mit Skripten arbeiten.“