Wegerecht-Taferl sorgte für Ärger in Groß Gerungs. Anrainer Gerhard Floh und Bürgerlisten-Mandatar Markus Kienast kritisieren neue Hinweistafel. Groß Gerungser Bürgermeister Maximilian Igelsböck schweigt.

Von Markus Füxl. Erstellt am 27. Juli 2020 (17:13)
Anrainer Gerhard Floh und Bürgerlisten-Gemeinderat Markus Kienast ärgern sich über die neuen Durchfahrts-Tafeln in Oberrosenauerwald.
Bürgerliste Germs

Nachdem die Gemeinde nahe der Hausmühle zwei Hinweisschilder aufstellte, dass die Durchfahrt nur mehr „Berechtigten“ gestattet sei, herrschte am Gemeindeamt dicke Luft.

Anrainer Gerhard Floh beschwerte sich: „Wieso stellt man die Bedürfnisse einer Zweitwohnsitzerin über die Gewohnheitsrechte der Ansässigen? Wie ist eine quasi Wegsperrung denn mit den touristischen Zielen der Gemeinde vereinbar?“

Floh, der von der Gemeinde mit der winterlichen Schneeräumung in Oberrosenauerwald beauftragt ist, wünschte man laut Aussendung der Bürgerliste Germs, er möge sich nicht verkühlen und das Taferl lasse man stehen.

Bürgerlisten-Gemeinderat Markus Kienast sagt: „Zum Einen hat die Gemeinde hier überhaupt keine rechtliche Kompetenz. Das Wegerecht ist ein Gewohnheitsrecht der Öffentlichkeit, also jedes einzelnen Benützers. Nicht einmal der Gemeinderat könnte den Bürgern dieses Privatrecht aberkennen, und schon gar nicht der Bürgermeister im Alleingang“.

Auf telefonischer NÖN-Nachfrage bei Bürgermeister Maximilian Igelsböck wollte dieser keine Stellungnahme zur Causa abgeben.