Vitis-Zwettl: Ab 2025 ohne Ortsdurchfahrt. Geht es nach den Plänen des Landes, soll 2025 die Umfahrung von Großglobnitz-Kleinpoppen fertig sein. Investiert werden für diesen Bauabschnitt der B36 voraussichtlich 60 Mio. Euro.

Von Karin Pollak. Erstellt am 13. November 2019 (17:12)
Straßenbaudirektor-Stellvertreter Rainer Irschik, Landesrat Ludwig Schleritzko und Bürgermeister Franz Mold präsentieren die geplante Umfahrung von Großglobnitz und Kleinpoppen.
Karin Pollak

Den Zeitplan für dieses Projekt präsentierten der Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und der Zettler Bürgermeister Franz Mold am 13. November.

„Die Pläne dafür sind bereits eingereicht und werden im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung untersucht“, betonte Scherlitzko. Die Umfahrung von Großglobnitz und Kleinpoppen wird 8,5 Kilometer lang sein und über zehn Brückenbauwerke verfügen. „Damit kann eine Verbindung von Zwettl nach Vitis geschaffen werden, die ohne einer einzigen Ortsdurchfahrt verfügen wird“, so der Landesrat.

Die weitere Marschroute für dieses Projekt steht schon fest: Die Einreichunterlagen werden im Jänner 2020 in den Gemeinden Zwettl, Echsenbach und Schweiggers öffentlich zur Einsicht aufliegen. Die mündliche Verhandlung für das Umweltverträglichkeitsverfahren ist für den 27. Mai des kommenden Jahres anberaumt. Einen  Bescheid dazu soll es Ende 2020 geben, der Spatenstich ist für 2022 und die Verkehrsfreigabe für 2025 geplant. „Natürlich können diese Pläne durch äußere Einflüssen, wie Einsprüche, verändert“, betont der Landesrat.

Bürgermeister Franz Mold zeigte sich über diese Pläne erfreut: „Das ist der Lückenschluss auf der B36  zwischen Großhaslau und Kaltenbach.“

Diese geplante Umfahrung von Großglobnitz und Kleinpoppen ist nach der vor zwei Jahren eröffnete Umfahrung von Zwettl, die Schleitzko als „Jahrhundertprojekt bezeichnete“, ein weiterer Schritt dafür, „dass die Menschen hier gut leben können.“  An dem weiteren  Ausbau der Verkehrsachsen im bzw. durch das Waldviertel werde das Land  auch weiter festgehalten, versprach der  Landesrat.

Und dazu  stellte er ein weiteres  Projekt in Aussicht: Merzenstein soll ebenfalls umfahren werden. „Dafür gibt es aber noch keine konkreten Pläne, aber wir sichern einmal die Trasse durch eine entsprechende Flächenwidmung“, so Schleritzko. Damit werde die Trasse Zwettl-Groß Gerungs-Karlstift aufgewertet. „Durch Merzenstein läuft derzeit der meiste Verkehr im Bezirk Zwettl. Das hier  eine Lösung angedacht wird, mit der wir Märzenstein vom Durchzugsverkehr befreien könnten, freut mich sehr“, meinte Mold dazu.

Freuen können sich auch Kirchberger,  auch wenn es  noch ein paar Jahre dauern wird: Wenn die Umfahrung Großglobnitz und Kleinpoppen abgeschlossen ist, dann  wird es ein Verbot für den Schwerverkehr durch Kirchberg geben.