Schüler entwickelten Programm für Wanderzirkus

Erstellt am 27. Juni 2022 | 05:52
Lesezeit: 3 Min
Wanderzirkus
„Wanderzirkus Wunderland“ der Schüler von w@lz gelangte am 17. Juni am Hauptplatz von Ottenschlag zur Aufführung - liegend Oswald Wolkenstein; 1. Reihe v.l. Gabriel Boesch, Marius Wickl, Laurenz Walter; 2. Reihe Leopold Pleisnitzer und Ilja Messner.
Foto: Dieter Holzer
Der Traum vom Schlafen unter freiem Himmel und dem Tingeln durch die Welt. Jugendliche von „w@lz“ tourten mit Akrobatik, Zaubertricks und auf Stelzen durch die Kleinregion Waldviertler Kernland.
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"Wanderzirkus Wunderland – Straßenkünstler unterwegs" ist ein Projekt, bei dem eine Gruppe von Schülern vom 13. bis 17. Juni in fünf Gemeinden der Region unterwegs war.

Jeden Abend präsentierten sie in der jeweiligen Ortschaft in einer Aufführung ihre vielfältige und abwechslungsreiche Show. Sportakrobatik, Artistik, Gymnastik, Schauspiel, Zaubertricks, Jonglieren und Stelzengehen gehörten zu dem rund eine Stunde dauernden Programm. Das Erstaunliche dabei war, dass die Schüler das gesamte Programm selbst geplant, entwickelt, zusammengestellt, trainiert und letztlich auch umgesetzt haben. Natürlich wurden sie bei ihren Vorhaben von einigen Profis und ihren Lehrern, soweit notwendig, unterstützt.

Die Stationen der Tournee waren der Marktplatz in Schönbach, das Kurzentrum in Bad Traunstein, der Marktplatz in Grafenschlag, das Freizeitzentrum in Sallingberg und der Hauptplatz in Ottenschlag.

Übernachtet haben sie in Zelten, die jeden Abend neu aufgebaut und in der Früh wieder abgebaut werden mussten. In dieser Woche haben die Schüler für ihre Show, die eine mehrwöchige Vorbereitungszeit benötigte, jeden Tag trainiert. Dabei wurde an den Inhalten gefeilt und die Erfahrungen ins Programm eingebracht.

Zirkusakrobaten werden mit Matura abschließen

Persönlichkeitsentwicklung, Praxiserfahrung und höhere Bildung stehen als maßgebliche Schlagworte für w@lz, das ist jene Schule, in der dieses Projekt entwickelt wurde. Die private Bildungseinrichtung für 14- bis 19-Jährige orientiert sich am Lehrplan des Oberstufengymnasiums und schließt mit Matura ab. Erstaunliche Projekte werden dort den Jugendlichen angeboten.

So können sie z.B. in einer Praxiszeit drei Wochen am Bauernhof arbeiten oder in einem Handwerksbetrieb tätig sein. Diese Art von praxisorientierter Bildung führt zu mehr Selbständigkeit und Selbstbewusstsein. Das konnte bei der Aufführung in Ottenschlag beobachtet werden. An diesem Abend haben sie ihre Show sogar vollkommen eigenverantwortlich und ohne Unterstützung durch ihre Betreuer durchgeführt.

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