Pfarrer im Bezirk Zwettl sind zufrieden. Während den Feiertagen konnten die Kirchen ihre Weihnachtsmetten noch gebührend feiern und wurden gut besucht. Manche Messen wurden sogar online übertragen.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 29. Dezember 2020 (11:41)
Symbolbild
FF Enzersdorf

In den Kirchen ist Weihnachten immer eine besonders turbulente Zeit. Das war auch heuer nicht anders. Mit dem erneuten Lockdown werden die Gottesdienste jetzt wieder stark beschränkt und sollen nur mehr mit sehr kleiner Personenanzahl möglich sein. Zu Weihnachten konnten dagegen noch ein letztes Mal auch im größeren Kollektiv die Kirchen besucht werden.

Pfarrer in Großgöttfritz, Thomas Tomski.
NOEN

Zumindest in Großgöttfritz sei der Gottesdienst am 24. auch recht gut besucht gewesen. Laut Pfarrer Thomas Tomski waren alle erlaubten Plätze besetzt. Aufgrund der Abstandsregeln wurden diese im Vorhinein markiert, damit sich die Besucher nicht zu nahe kommen. Zudem konnte man sich im Vorhinein anmelden. „Auf diese Weise wussten wir schon ungefähr, wie viele Menschen kommen würden und konnten so eine Überfüllung verhindern“, schildert Tomski.

Natürlich wären die Besucherzahlen kaum mit einem normalen Jahr vergleichbar. Die Christmette ist eine der größten des Jahres. Auch auf Musik musste nicht verzichtet werden. Vier Sängern war eine musikalische Umrahmung erlaubt. Für all jene, die es nicht mehr in die Kirche schafften, wurde die Mette sogar live im Internet gestreamt.

Als kleines Nebenprogramm, vor allem für die Kleinen, konnte die Kirche auch tagsüber besucht werden. Dabei standen zum Beispiel Aktivitäten wie Christbaumschmücken auf dem Programm.

Nach den Feiertagen wird jetzt in Großgöttfritz alles wieder zurückgefahren. Messen soll es bis zum Ende des Lockdowns keine mehr geben. „Mit den starken Einschränkungen lohnt es sich einfach nicht“, meint Tomski. Als kleine Ausnahme soll aber eine Andacht zu Silvester wieder online übertragen werden.

Pfarrer in Schweiggers, Bernhard Prem.
Archiv

In Schweiggers kann Pfarrer Bernhard Prem auch zufrieden sein. Komplett ausgelastet war die Messe nicht, doch mit dem Platz sei sich dafür alles perfekt ausgegangen. Allerdings musste die Kindermette ausfallen. „Es wäre zu knapp gewesen“, sagt Prem. Musikalisch sorgte eine kleine Blaskapelle mit vier Musikern für eine kleine Begrüßung am Eingang. Natürlich herrschte ein Gesangsverbot für die Besucher, doch am Christtag konnte eine Solosängerin etwas Stimmung in die Kirche bringen.

Anders als in Großgöttfritz will Bernhard Prem auch im Lockdown die bereits eingeplanten Gottesdienste abhalten. Erlaubt sind dabei allerdings nur neun Personen plus Pfarrer. Gehofft wird dann auf eine Rückkehr zur Normalität Mitte Jänner. „Die Stimmung ist in einer gefüllten Kirche schon besser.“