Was ist das, eine „Deng’l-Goaß?“

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:46
Lesezeit: 2 Min
Zum Lernen vom „Sensen“ gehört auch das Kennen von Fachwörtern. Elf Workshop-Teilnehmer hatten viel Spaß beim Dengeln, Schleifen und bestaunen der „Kimpfe“.
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Ökologisch, leise, sportlich - so mähte man einst unsere Wiesen: mit der Sense. Heute im Garten durch Rasenmäher und Motorschlinge ersetzt, ist der Umgang mit diesem bewährten Mähwerkzeug verloren gegangen, dabei ist die Sense das Gerät schlechthin für die hochgewachsene Bienenwiese am eigenen Grundstück.

Deshalb hat Stadträtin Sonja Schindler einen Workshop vergangenen Samstag für den Umgang mit der Sense organisiert, und dabei ist es nicht nur ums Mähwerk gegangen, sondern auch um die Instandhaltung dessen. Workshopleiter war Christian Neuberger vom Sensenverein.

Begonnen wurde mit dem Zusammenbauen der Sense und dem Anpassen an die eigene Körpergröße. Nach der Schulung des richtigen Umgangs mit dem Werkzeug ging es los. „Morgens war es kühl, und wir kamen so in Fahrt, dass jeder von uns noch weitere Platzerl zum Mähen gesucht hat“, lacht Anna Marksteiner glücklich. Steine und Rabatte wurden ausgesenst. „Besonders geeignet ist die Sense zum Ausmähen von Bäumen, denn mit ihr verletzt man die Rinde nicht“, erfahren die Teilnehmer.

Damit die Sense gut mäht, muss das Sensenblatt gut geschliffen werden. Der Schleifstein ist immer dabei, in einer „Kampfe“. Und auch das Dengeln (das Herstellen der „Schneid“) auf der „Deng’l-Goaß“ wurde unterrichtet. Dazu benötigt man allerdings Werkzeug, aber das Dengeln kann man auch beim Sensenverein machen lassen.

Für Interessierte: Im nächsten Jahr wird es in Allentsteig wieder einen Kurs geben.

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