Zombie-Ausbruch im Waldviertel?. Die Schriftstellerin "M. E. Pandura" lässt in ihrer Buchreihe Untote über das Waldviertel hereinbrechen.

Von Angelika Koll. Erstellt am 28. November 2019 (16:37)
Die Autorin "M. E. Pandura“ malt in ihrer neuen Buchreihe ein düsteres Zukunftsbild für das Waldviertel.
Clemens Hinger

Facing Goliath ist der Auftakt einer neuen Buchreihe der jungen Schriftstellerin mit dem Pseudonym „M. E. Pandura“. Ihren echten Namen will sie der NÖN Online nicht verraten, aber: Sie ist eine waschechte Waldviertlerin: Sie stammt aus dem Bezirk Gmünd, wohnt nun mit ihrem aus Horn stammenden Mann in der Gemeinde Schweiggers und arbeitet hauptberuflich in Vitis.

Die vierteilige Buchreihe spielt auch im Waldviertel, nach Ausbruch einer Seuche. Die Idee dazu entstand aus einem Gespräch mit einem befreundeten Autor. „Wir haben über die Möglichkeit einer Zombie-Apokalypse (Anm.: Weltuntergang) gesprochen. Ich meinte, das ist Blödsinn, aber nehmen wir einmal an, der Tollwutvirus würde mutieren“, erzählt die Autorin. Die Reihe wird im Halbjahrestakt erscheinen und bis Ende des Jahres soll der vierte Band fertig geschrieben sein. Nach ihrem Debütroman, einem Entwicklungsroman mit Liebesdrama, mag dieses zukunftspessimistische Szenario überraschen. Die Autorin meint dazu: „Ich habe viele Ideen, wieso soll ich mich auf ein Genre beschränken?“ Inspiration holt sie sich auch aus dem sozialen Umfeld. „Die Leute beeinflussen einen schon. Meine Mutter ist in meinem Debütroman fast eins zu eins vorgekommen.“

Das Schreiben sei schon lange ein Bestandteil ihres Lebens: „Es klingt klischeehaft, aber ich habe als Kind schon gerne geschrieben.“ Eine ihrer Kurzgeschichten wurde auch veröffentlicht, nachdem sie beim Wettbewerb „Literaturkarussel“ den zweiten Platz gemacht hatte.

"Die Figuren begleiten mich bereits seit eineinhalb Jahren"

Für ihre jetzigen Romane einen Verlag zu finden gestaltete sich dennoch schwierig und langwierig. Ihr Umfeld habe zur Tatsache, dass sie schreibt, unterschiedliche Ansichten, wie die Autorin erwähnt: „Manche sind absolut begeistert davon, andere können damit wenig anfangen.“

Um sich in die richtige Stimmung zu versetzen, hört "M. E. Pandura" beim Schreiben immer zur Stimmung passende Musik. Sie hat außerdem mehrere Geschichten gleichzeitig in Arbeit. „Ich bin eine Launenschreiberin, und so setze ich mich je nachdem an einen anderen Roman. Dadurch dass die sehr unterschiedlich sind, kann ich mich auch gut in die jeweilige Geschichte hineinversetzen, ohne durcheinander zu kommen“, erzählt sie, und außerdem: „Ich brauche das Gefühl, dass es Arbeit ist für mich, deshalb schreibe ich am Schreibtisch.“

Schreibblockaden sind der Autorin aber auch bekannt: „Erst dieses Jahr gab es mehrere Wochen, wo nichts weiterging.“ Das könne auch daran liegen, dass sie nun zum Ende ihrer Buchreihe kommt. „Die Figuren begleiten mich jetzt seit eineinhalb Jahren. Ich will zwar die Geschichte beenden, aber nicht Lebewohl sagen“, gibt sie zu.

Und was macht die Autorin, wenn sie einmal nicht schreibt? „Linedance ist ein Hobby. Das mache ich schon mein ganzes Leben lang mit meiner Mutter in der Gruppe“, gibt die Waldviertlerin an. Außerdem beschäftigt sie sich viel mit ihren Pferden und Hunden. Auch ihr Pseudonym Pandura spiegelt ihre Liebe zu den Tieren wieder, denn Pandur war ihr erstes Pflegepferd. Daneben steht „M“ für Mona, eine ihr wichtige Person, und „E“ für Evelyn.