Ärger nach Spitalsbesuch: Wird zu lasch kontrolliert?

NÖN-Leser kritisiert Ausweiskontrollen im Zusammenhang mit Corona im Spital Zwettl. Sprecher hält dagegen: „Kontrollen sind vorgeschrieben.

Erstellt am 03. Dezember 2021 | 06:32
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Einem NÖN-Leser wird im Zwettler Spital bei den Besuchern zu ungenau kontrolliert. Klinikensprecher Thomas Schmallegger kontert: „Selbst ich werde jedes Mal genau kontrolliert, wenn ich ein Spital betrete.“
Foto: Archiv/Landesklinikum Zwettl

Eine mangelhafte Zugangskontrolle im Landesklinikum Zwettl kritisiert der Niederschremser Gerald Oberbauer. Konkret fehlen ihm die Ausweiskontrollen bei den Besuchern.

So gab es laut Oberbauer bei seinem Besuch im Spital keine Ausweiskontrolle: „Der Grüne Impfpass wurde nur durch einen flüchtigen Blick kontrolliert und nicht elektronisch gecheckt. Ich hätte mir also ganz leicht den Grünen Pass eines Freundes ausborgen und unter seinem Namen den Erhebungsbogen ausfüllen können.“ Werde in so einem sensiblen Bereich derart nachlässig kontrolliert, seien auch die strengsten Vorschriften wirkungslos, kritisiert er.

Kliniken-Sprecher Thomas Schmallegger von der NÖ Landesgesundheitsagentur kann diese Kritik nicht nachvollziehen: „In allen niederösterreichischen Kliniken sind Eingangskontrollen vorgeschrieben. Selbst ich werde jedes Mal genau kontrolliert, wenn ich ein Spital betrete.“

Laut Schmallegger erfolge die Datenerhebung bei der Zutrittskontrolle in den Landeskliniken mehrstufig. Das beinhalte unter anderem die Ausfüllung eines Ergebungsbogens, die Kontrolle des Status (geimpft, genesen) sowie die Vorlage eines Lichtbildausweises. Diese erfolgt aber stichprobenmäßig beziehungsweise bei Unstimmigkeiten, um durch eine zügige Abwicklung der Kontrollen eine große Menschenansammlung im Eingangsbereich zu vermeiden. „Generell wird um die Vorlage eines Ausweises ersucht, sofern nicht ohnedies der Besucher aus eigenem Vorgehen das entsprechende Dokument vorweist“, betont der Klinikensprecher im NÖN-Gespräch.