Alko-Unfall: „Wird ihm eine Lehre sein“

Erstellt am 21. Januar 2022 | 05:34
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Symbolbild Prozess Gericht Gerichtsprozess
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Foto: Shutterstock.com, Africa Studio
28-Jähriger aus dem Bezirk Zwettl krachte mit Alkohol im Blut ins Auto einer Familie – und erhält dafür einen Schuldspruch.
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2,13 Promille hatte der 28-Jährige aus dem Bezirk Zwettl im Blut, als er im Juli mit dem Auto auf der L 7174 zwischen Kleingöttfritz und Dietmanns unterwegs war. Er krachte in ein Auto, in der eine Familie – darunter zwei Kinder – saß. Er steht in der Vorwoche wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Bezirksgericht Zwettl.

Und er bekennt sich schuldig, schickt sein Verteidiger im Strafverfahren voraus. Nur in einem Punkt der Anklage widerspricht der 28-Jährige: Er habe sein Fahrzeug nicht auf die Gegenfahrbahn gelenkt, sondern sei ins Bankett geraten, woraufhin er gegengesteuert habe und nach links auf die andere Straßenseite abgekommen sei.

Der 28-Jährige „ist zu verurteilen, allerdings unter Ausschaltung der groben Fahrlässigkeit“, führt sein Verteidiger aus. Sein Mandant sei allen Schmerzensgeld-Ansprüchen der Familie nachgekommen und habe den Fahrzeug-Schaden in voller Höhe bezahlt. Der Anwalt betont die bisherige Unbescholtenheit: „Das war ein einmaliger Ausreißer, der ihm absolut leidtut.“ Und er betont, dass der alkoholisierte Lenker „bei Weitem am schwersten verletzt war“. Er gibt Verletzungen an Halswirbel, Nasenbein, eine Lungenquetschung und ein Schädel-Hirn-Trauma an. „Das wird ihm eine Lehre sein“, ist der Verteidiger überzeugt.

Hoher Alkoholgehalt wiegt schwer

Richter Gunter Badstöber erkennt an, dass der 28-Jährige nicht aktiv sein Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn gelenkt hat. Er spricht ihn aber wegen fahrlässiger Körperverletzung schuldig: Der 28-Jährige erhält eine Geldstrafe von 4.200 Euro und muss 100 Euro Verfahrenskosten zahlen.

Als Milderungsgründe gibt der Richter dessen Geständnis, den ordentlichen Lebenswandel, die eigene schwere Verletzung, die Wiedergutmachung und die geringe Verletzung der Insassen im zweiten Fahrzeug an. Als erschwerend wertet Badstöber das Zusammentreffen mehrerer Vergehen und den hohen Alkoholgehalt.

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