Alkolenkerin aus dem Bezirk Gmünd zeigte Reue. Mit knapp drei Promille in den Gegenverkehr: Eine 30-Jährige aus dem Bezirk Gmünd wurde nach einem Unfall in Zwettl vor dem Bezirksgericht verurteilt. Sie gestand unter Tränen.

Von Markus Füxl. Erstellt am 28. Januar 2021 (03:01)
Vor dem Bezirksgericht Zwettl musste sich eine 30-jährige Alkolenkerin aus dem Bezirk Gmünd verantworten.
Markus Füxl

ZWETTL Die 30-Jährige zittert und weint: „Ich kann nicht ausdrücken, wie leid es mir tut. Ich werde mir das nie verzeihen.“

Die Angeklagte, eine 30-jährige Mutter aus dem Raum Kirchberg am Walde, muss sich vor dem Zwettler Bezirksgericht verantworten: Sie geriet mit ihrem Pkw im Sommer 2020 bei den Teichhäusern über die Fahrbahn und kollidierte mit dem Fahrzeug einer vierköpfigen Familie, am Rücksitz saßen zwei Kinder. Fahren hätte die Frau nicht mehr dürfen, eine Alkoholkontrolle brachte das Ergebnis von drei Promille zutage. Wieviel sie getrunken habe, weiß die 30-Jährige nicht mehr: „Aufgrund meiner Alkoholsucht habe ich mir angewöhnt, keinen Schnaps zu trinken, sondern nur Bier.“ Nach einem Streit mit ihrem damaligen Freund setzte sie sich ins Auto und fuhr los. Warum und wohin – auch diese Fragen des Richters kann die Angeklagte nicht beantworten. „Ich weiß nur mehr, dass mir der Airbag aufs Gesicht schlug. Ich bin gleich zum anderen Auto gelaufen, die Kinder haben geschrien. Es war schrecklich.“

30-Jährige fasst Geldstrafe aus

Die Insassen des zweiten Pkw trugen leichte Verletzungen davon. In seinem Schuldspruch führt der Richter das Geständnis als Milderungsgrund an. Erschwerend kämen die verletzten Personen sowie die „fast als exorbitant zu bezeichnende Alkoholisierung“ dazu, meint der Richter.

Die 30-Jährige wird zu einer Geldstrafe über 960 Euro verurteilt. Sie muss auch die Kosten für das Strafverfahren tragen.