Eine Ära lebte auf. "Lady Sunshin & Mister Moon" riefen mit ihren Evergreens die "gute, alte Zeit" wieder in Erinnerung.

Von Maria Moll. Erstellt am 11. Februar 2015 (05:54)
NOEN, Maria Moll
»Lady Sunshine & Mister Moon«, die Musicalstars Elisabeth Heller und Oliver Timpe, begeisterten am Sonntagabend mit ihrem Konzert im Stadtsaal Zwettl.

Beste Unterhaltung mit Musik aus der goldenen Ära des deutschen Schlagers, Evergreens aus den 1920er- bis 1950er-Jahren, boten „Lady Sunshine & Mister Moon“ am Sonntagabend in ihrem Konzert in Zwettl. Und enorm viele junge und jung gebliebene Zuhörer füllten den Stadtsaal.

Die Wienerin Elisabeth Heller und der in Norddeutschland geborene Oliver Timpe sind ausgebildete Musicaldarsteller, die als Duo „Lady Sunshine & Mister Moon“ mit ihrer Show derzeit durch Österreich und Deutschland touren. Sozusagen ihr Stammhaus ist das Wiener Theater Akzent.

Zum Konzert begrüßte das „Guten Morgen Trio“ mit Musik am Klavier, an Gitarre und Schlagzeug. Das Sängerduo stellte sich mit „Wochenend‘ und Sonnenschein“ vor und lud sogleich zum Mitsingen ein. Ihre frische Moderation, Tanz- und Showeinlagen sowie kleine Zaubertricks sorgten alsbald für gute Stimmung.

Viele Kostüme und Tanzeinlagen

Zudem steigerten häufige Kostümwechsel und bunte, passende Accessoires die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Im passenden Outfit ging es ans Wasser, denn „Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen“, aber „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“. So mancher Zuhörer wird allerdings den entsprechenden Kostümwechsel zum „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini“ vermisst haben.

Lieder wie „Zwei kleine Italiener“ oder „Eventuell“ sangen die beiden im Duett und stellten oftmals direkten Kontakt zu den Menschen im Saal her wie mit „Liebe kleine Schaffnerin“. Wenn sie dann zu „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein“ auch noch Tango tanzten oder im Walzertakt über das Parkett schwebten, war das Publikum total begeistert.

Elisabeth Heller erntete mit dem Solo „Oh mein Papa“ besonders viel Applaus. Geradezu klassisch trug sie Lale Andersens „Lili Marleen“ vor, das das Duo dem Frieden widmete. In großer, roter Robe mit schwarzen Accessoires beeindruckte die Künstlerin, als sie mit dem Lied „Ich bin von Kopf bis Fuß“ an den Charakter der Stimme von Marlene Dietrich erinnerte. Außergewöhnlich auch „Schau mich bitte nicht so an“ mit einer Strophe in Französisch – aus Edith Piafs „La vie en rose“.

Oliver Timpe zeigte keine Scheu vor „alten Hadern“ wie „Heimat, deine Sterne“ oder „Oh Donna Clara“. Zu „Das tu ich alles nur aus Liebe“ jonglierte er und das Lied „In einer Nacht im Mai“ würzte er mit einem Stepptanz á la Fred Astaire. Als er gefühlvoll, nicht zu laut, in eleganter Bewegung das Lied „Die Capri-Fischer“ präsentierte, blitzte sein Können als Musicalstar auf.

Nach großem Schlussapplaus: „Ein Freund ein guter Freund“. Und als zweite Zugabe des Pärchens „Du hast Glück bei den Frau’n, Bel Ami!“ – sie sang, er spielte Klavier.