Endlich fix: Pfarrhof wird saniert. Umbau soll nun doch heuer starten. Finanzierung für „Faltin-Haus“ aktuell in Ausarbeitung.

Von Markus Füxl. Erstellt am 29. Juli 2020 (06:04)
Pfarrmoderator Thomas Kuziora lässt im NÖN-Gespräch aufhorchen: Nach mehreren Aufschüben soll der Umbau des Pfarrhofes spätestens im September beginnen.
Archiv, Franz Weiss

In den geplanten Umbau des Pfarrhofes und des „Faltin“-Hauses kommt neuer Wind. Nachdem die Diözese St. Pölten den Umbau Anfang März gestoppt hat, weil die Kosten deutlich über die geplanten 650.000 Euro gestiegen sind, dürften die Arbeiten nun in Kürze doch starten.

„Die Sanierung ist fix. Wenn alles klappt, werden wir Ende August oder Anfang September damit beginnen“, erklärt Pfarrmoderator Thomas Kuziora. So gab es vor kurzem eine Besprechung in St. Pölten. Mit Christian Eckerstorfer soll jetzt ein neuer Architekt Kosten reduzieren und die Arbeiten beschleunigen. Die Arbeiten wurden ebenfalls neu ausgeschrieben.

„Die statische Situation ist sehr schwierig. Der Abriss hat uns die Augen geöffnet. Jeder der reinkommt, schüttelt den Kopf“, sagt Kuziora zu dem bevorstehenden Kraftakt. Das Geld kommt großteils von der Diözese St. Pölten. Kuziora möchte finanziell bei der Innenausstattung unterstützen: „Alles, was nicht angenagelt wird, zahle ich.“

Umbau dürfte ein halbes Jahr dauern

Im oberen Bereich sollen drei Wohnungen entstehen. Eine davon möchte Kuziora selbst beziehen: „Ich fühle mich teilweise wie ein Beduine, der herumwandert.“

Vom Pfarrheim zog er in eine Privatwohnung, die er wegen eines Wasserschadens verlassen musste. „Es ist sehr umständlich, mein Unmut ist groß“, sagt er.

Laut Architekt soll die Sanierung etwa ein halbes Jahr dauern. Bereits während der Arbeiten möchte die Pfarre mit dem Umbau des „Faltin“-Hauses beginnen, das an den Pfarrhof und die Stadtmauer angrenzt. „Das Haus ist Teil der Stadtgeschichte. Die Pfarre hat eine Verantwortung gegenüber der Stadt und der Bevölkerung“, sagt Kuziora.

Toiletten für Kirche und Agape-Raum geplant

Ein Finanzierungsplan soll noch diese Woche an die Diözese geschickt und dort genehmigt werden. „Das ist die Voraussetzung. Wir, der Pfarrkirchenrat, hoffen, dass alles klappt“, sagt Kuziora. In einem Teil des Hauses sollen Toiletten für die Kirche sowie ein kleiner Agape-Raum entstehen. Ein Teil des Hauses soll vermietet werden.