Ertl-Kritik wächst sich zu Streit aus

Michael Ertl legt bei Baustellenkritik in Zwettl nach, Stadtamtsdirektor zeigt sich „schockiert“.

Markus Füxl
Markus Füxl Erstellt am 24. September 2021 | 07:31
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Michael Ertl
Foto: Archiv

Keine Freude mit der Baustelle in der Landstraße hat Unternehmer Michael Ertl: Er sah einen „Schildbürgerstreich“, weil freitags nicht gearbeitet werde. Nach dem NÖN-Exklusivbericht schießt Ertl in einer erneuten Mail nach: „Die Antwort von Herrn Bürgermeister Mold zeigt wieder mal, dass Beamte keine Ahnung von Wirtschaft haben, und auch nicht wissen, worum es eigentlich geht.“

So werde „einfach planlos drauf los gebaut“, sagt Ertl. Brücken über die Baugruben für die Firmen Elektro Mengl und Möbel Krammer wären erst nach Reklamation eingerichtet worden. Ertl regt in seinem Schreiben an, eine zweite Schicht Arbeiter auch am Freitag arbeiten zu lassen.

Mittlerweile hat sich auch Stadtamtsdirektor Hermann Neumeister in die Sache eingeschalten. In einer schriftlichen Antwort – der NÖN liegt der Mailverkehr vor – schreibt er an Ertl: „Zunächst bin ich über Ihre beleidigende Schreibweise zutiefst schockiert. Sie üben in Ihrem Schreiben keinerlei sachliche Kritik, sondern beleidigen damit Menschen – im Konkreten MitarbeiterInnen der Bezirkshauptmannschaft Zwettl und den in dieser Sache beigezogenen Amtssachverständigen für Verkehrstechnik – und unterstellen, ‚Beamte hätten keine Ahnung von Wirtschaft und wüssten auch nicht , worum es eigentlich geht’…“

„Problematik sehr wohl konkret geregelt“

Neumeister verweist auf den Baubescheid, der bereits am 30. August auf Überbrückungen verwiesen habe. „Sie sehen also, die Behörde hat sehr wohl die von Ihnen angesprochene Problematik der Erreichbarkeit von Häusern und Betrieben ausreichend konkret geregelt.“

Außerdem sei Ertl noch vor der Wiedereröffnung seines Geschäftslokales von einem Bautechniker der Stadtgemeinde in mehreren Telefonaten über die voraussichtliche Dauer und den genauen Umfang der Bauarbeiten ausführlich informiert worden. „Dabei wurde von diesem Mitarbeiter zumindest auch zur Diskussion gestellt, ob es nicht sinnvoller wäre, Ihr Geschäftslokal erst nach Abschluss der gegenständlichen Bauarbeiten wieder zu eröffnen“, schreibt Neumeister.