Ertl übt Kritik an Baustelle in Stadt. Unternehmer Michael Ertl spricht von Schildbürgerstreich, Bürgermeister Franz Mold klärt auf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. September 2021 (04:29)
Ertl übt Kritik an Baustelle in Stadt
Dass vergangenen Freitag die Baustelle in der Innenstadt stillstand, ist Unternehmer Michael Ertl ein Dorn im Auge. Das hat allerdings einen Grund, klärt Bürgermeister Franz Mold auf. 
Markus Füxl

Die seit vergangener Woche laufende Baustelle in der Zwettler Innenstadt, die NÖN hat exklusiv vorab berichtet, ruft mit Michael Ertl den ersten Kritiker auf den Plan.

„Ist heute das Wetter zu schön, weil nicht gearbeitet wird?“, fragt er in einer Mail vom 10. September an ÖVP-Bürgermeister Franz Mold – der NÖN liegt das Schreiben vor. Seit der Vorwoche sind die Parkplätze vom Spar bis knapp unterhalb von Ertls Jeans-Geschäft gesperrt. Obwohl Ertl Verständnis für die Erneuerungsarbeiten der Straße habe, spricht er von einem „Schildbürgerstreich“ und schreibt an Mold: „Eigentlich sollten Sie interessiert daran sein, dass die Baustelle in der Landstraße so zügig wie möglich abgeschlossen wird.“

Von der NÖN auf die Kritik angesprochen, klärt Mold auf: Die bauausführende Firma hat ihre tägliche Arbeitszeit von zehn Stunden auf Montag bis Donnerstag verteilt, daher werde an Freitagen generell nicht gearbeitet. „Das regelt die Firma selbst“, erklärt Mold. Er verweist darauf, dass man sich sehr wohl im Zeitplan befinde: Im November soll die Baustelle abgeschlossen sein: „Das werden wir voraussichtlich auch einhalten.“ Dann heißt es für die Betriebe wieder aufatmen, denn die vermutlich einkaufsstärkste Zeit steht im Anschluss vor der Tür: „Die Einkaufswochenenden für das Weihnachtsgeschäft sind von der Baustelle nicht mehr betroffen“, verspricht Mold.