Feuerwehr-Rückblick: 100 Einsätze mehr als 2020

Das Vorjahr geht mit dem seit Jahren größten Brandeinsatz in die Statistik der FF Zwettl-Stadt ein.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 05:18
Lesezeit: 2 Min
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Matthias Hahn ist seit einem Jahr Kommandant.
Foto: NÖN-Archiv

Für die Feuerwehr Zwettl-Stadt war das Jahr 2021 mit 360 Einsätzen besonders arbeitsintensiv. Die Floriani mussten um fast 100 Einsätze mehr als 2020 leisten. Mit Matthias Hahn als Kommandanten und Mario Steinbauer als Stellvertreter gibt es auch ein neues Kommando.

„Wir verzeichneten im Vorjahr insgesamt 856 Ereignisse, bei denen es 4.495 Mitglieder auf 9.829 Stunden gebracht haben. Gegenüber 2020 waren wir somit um 2.400 Stunden öfter für die Allgemeinheit tätig“, sagt Matthias Hahn, der vor einem Jahr zum Nachfolger von Kommandant Gerhard Wührer, der altersbedingt ausgeschieden ist, gewählt wurde.

Matthias Hahn erstellte die umfangreiche Einsatzstatistik für das Vorjahr. Neben den vielen Einsätzen nahmen 88 Mitglieder an sieben Übungen teil. Hier wurden 246 Übungsstunden verzeichnet. Bei den 456 Tätigkeiten brachten es 2.312 Mitglieder auf 5.785 Tätigkeitsstunden. 30 Zwettler Floriani nahmen an einem Bewerb teil, bei 29 Kursen waren 57 Mitglieder insgesamt 463 Stunden lang dabei. Einsatzreichster Monat war mit Abstand der vorjährige Juni.

Durch das massive Hagelunterwetter in Allentsteig war die Feuerwehr Zwettl-Stadt 50 Mal im Katastropheneinsatz. Zusätzlich gab es 31 Einsätze in Zwettl zu leisten. Das Hagelunwetter in Allentsteig war auch im Juli für die Zwettler Feuerwehrleute ein Thema. Zu den 13 Einsätzen auf den Dächern von Allentsteig kam auch noch der Unwetter-Einsatz im Raum Wieselburg. Somit gab es diesem Monat 49 Einsätze.

Am 9. November hatte die Feuerwehr den wohl größten Brandeinsatz seit Jahrzehnten zu leisten, nämlich bei der Firma Waldland. 160 Mitglieder standen im Einsatz. 28 Floriani aus Zwettl leisteten dabei 354 Einsatzstunden – einige von ihnen waren 29,5 Stunden durchgehend vor Ort.

Natürlich forderte Corona auch 2021 die Feuerwehr Zwettl-Stadt. „Wir waren in der Teststraße im Einsatz und übernahmen, so wie viele andere Wehren auch, Transport- und Logistik-Aufträge“, blickt der Kommandant zurück. Alles in allem war 2021 für Matthias Hahn und seine Mitglieder arbeitsintensiv und fordernd.

„Dazu kommt auch noch, dass uns viele Einnahmen aus den nichtdurchführbaren Veranstaltungen fehlen. Das macht uns natürlich das Leben auch nicht leichter. Diese fehlenden Einnahmen sind nämlich nicht mehr aufholbar“, zeigt Hahn auf. Aufgrund der aktuell steigenden Omikron-Fälle sollen seine Floriani wieder in zwei Teams gegliedert werden, um die Einsätze problemlos leisten zu können. Positiv sei, dass es in der FF Zwettl-Stadt eine fast 100-prozentige Durchimpfungsrate gibt. „Wir sind ein gutes Team und geben auch heuer wieder unser Bestes. Wir freuen uns auch über neue Mitglieder.“