FH und Volleyball-Verein arbeiten zusammen. Die geplante Kooperation der Waldviertler Volleyballer mit der Fachhochschule Krems ist einmalig.

Von Brigitte Lassmann-Moser. Erstellt am 21. Januar 2018 (05:00)
Brigitte Lassmann-Moser
„Guru“ Franz Ziegler, Obfrau Silvia Atteneder und Helmut Lux freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der IMC Krems.

Eine bessere Vermarktung, einen Image-Gewinn, mehr Sponsorengelder und letztendlich mehr Wertschöpfung für die Region, auch in touristischer Hinsicht – das erwartet sich der Union Volleyballverein Waldviertel von einer Zusammenarbeit mit der IMC Fachhochschule Krems.

Die Waldviertler Volleyballer werden in ihrer steten sportlichen Aufwärtsentwicklung immer internationaler. Neue Strategien sind deshalb gefragt, um eine noch bessere Entwicklung zu ermöglichen, so Obfrau Silvia Atteneder.

Der Zwettler Helmut Lux, ein ausgebildeter Sportmanager, der mit seiner Firma kpp-consulting schon länger den Verein unterstützt, hat seine Kontakte zur Fachhochschule Krems, wo er u.a. als externer Lektor tätig ist, genutzt und eine Zusammenarbeit in die Wege geleitet. „Es ist unglaublich, was der Verein in den letzten Jahren geschafft hat. Er wurde von einem ,Dorfverein‘ zu einem international agierenden Verein. Das gehört gefördert“, so Lux.

Konkret sieht die Zusammenarbeit so aus, dass sich einerseits eine Studentengruppe mit dem E-Marketing des Vereines beschäftigen wird, andererseits wird im Rahmen einer Masterarbeit eine Wertschöpfungsanalyse über den Stellenwert und die Bedeutung des Vereins für die Stadt, die Region, den Nachwuchs erstellt. Der Verein hat dadurch die Möglichkeit, sich externe Expertisen kostengünstig einzuholen – ein Schritt zu mehr Professionalität. Nachdem er bereits ein hohes Niveau erreicht hat und seine Präsenz im Ausland eine immer stärkere wird, soll auch die Vereinsarbeit auf eine solide Basis gestellt und mehr internationale Aufmerksamkeit generiert werden.

Für Franz Ziegler, den „Guru“ der Volleyballer, ist diese Kooperation, die die Möglichkeit bietet, viele Synergien zu nutzen, eine „Riesensensation“, weil es eine Premiere ist, dass ein österreichischer Sportverein eine universitäre Zusammenarbeit pflegt. „Das ist eine unglaubliche Auszeichnung für die Stadt und für die Region, mit einer Strahlkraft nach außen“, ist Ziegler überzeugt.