Kastner lebt nachhaltig: Lkw-Flotte ist CO2-neutral. Die Umstellung auf gasbetriebene Lkw soll bis 2025 erfolgen.

Von Karin Pollak. Erstellt am 20. April 2021 (09:48)
Der Geschäftsführende Gesellschafter Christof Kastner und Geschäftsführer sowie CSR-Beauftragter Herwig Gruber freuen sich über eine CO
2-neutrale Kastner-Lkw-Flotte.: Kastner-Gruppe, 2-neutrale Kastner-Lkw-Flotte.: Kastner-Gruppe

Die Kastner-Gruppe erreichte im Vorjahr im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsinitiative „Aus gutem Grund“ ein großes Etappenziel: Die CO 2 -neutrale Eigenlogistik mit der eigenen Lkw-Flotte.

Insgesamt rund 90 eigene Lkw versorgen 11.000 Zustellkunden der Kastner-Gruppe in nahezu ganz Österreich und den angrenzenden Nachbarländern. In Zwettl sind alleine 26 Lkw stationiert. All diese Kastner-Lkw, die im Vorjahr über die Straßen gelenkt wurden, hatten eine Gemeinsamkeit: Sie lieferten die Waren zu den Kunden CO 2 -neutral.

Schritte Richtung CO 2-Neutralität

Ein zentrales Ziel der Kastner- Nachhaltigkeitsinitiative „Aus gutem Grund“ ist diese Neutralität. Das Kastner-CSR-Team (Corporate and Social Responsibility) verfolgt hier einen ganzheitlichen Ansatz und blickt auf das gesamte Unternehmen – und das langfristig. Das moderne Fuhrparkmanagementsystem wird ständig weiterentwickelt, die firmeneigene Lkw-Flotte befindet sich immer am neuesten Stand der Technik. So können Kilometer eingespart werden, und dies schlägt sich positiv in der CO2-Bilanz nieder. Aber das ist nur der Anfang: „Geplant ist eine teilweise Umstellung auf gasbetriebene Lkw, wodurch der CO2-Ausstoß um weitere 20 Prozent im Vergleich zu dieselbetriebenen Brummern reduziert werden kann. Da läuft schon ein Projekt mit der Firma Eigl“, verrät Geschäftsführer Christof Kastner.

Bei Umbauten und Modernisierungen der Gebäude werde besonders auf die Dämmung, den Einsatz von LED-Leuchten und auf Photovoltaik-Anlagen gesetzt. Der Strom, der nicht selbst erzeugt werden kann, kommt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Außerdem wurde auf umweltfreundliche Kühlmittel in den Kühlanlagen umgestellt.

All diese und weitere Maßnahmen führten im Vorjahr zu einer Einsparung von 944 Tonnen CO 2 .

Unvermeidbares wird kompensiert

Das Versprechen von Kastner als Lebensmittelgroßhändler ist die pünktliche Lieferung von frischen und hochwertigen Lebensmitteln. Dieser Transport macht den größten Teil des CO2-Ausstoßes aus. Dieser „CO2-Rücksack“ wird durch eine Kooperation mit der Nachhaltigkeitsorganisation „Plant for the Planet“ kompensiert. Gemeinsam wurden bereits 12.000 Bäume auf illegal gerodeten Flächen in Mexico gepflanzt − jährlich kommen rund 4.000 hinzu – somit zählt Kastner bei dieser Aktion zu den Top 10 „Bäumepflanzern“ Österreichs bei Plant for the Planet. „Wir kaufen keine Zertifikate, wir erarbeiten uns unser Ziel“, betont Kastner. Das Ziel der „Nachhaltigkeitsreise der Kastner-Gruppe stellt Geschäftsführer und CSR-Beauftragter Herwig Gruber klar: „Bis 2025 wollen wir die ersten Lkw mit alternativem Antrieb im Fuhrpark der Kastner Gruppe haben.“

Denn Nachhaltigkeit werde auch schon über Generationen in der Familie Kastner gelebt. „Mein Vater kämpfte schon gegen die Atomenergie, ich selber setze mich als Forstwirt aktiv für einen zukunftsfitten Wald auf einer Fläche von 30 Hektar ein“, zeigt Christof Kastner auf.