Mehr Geld für die Vereine

Gemeinde Zwettl will Subventionen für Vereine und Wehren wieder in voller Höhe zahlen.

Erstellt am 07. Dezember 2021 | 12:24
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8245041_zwe49zwettl_oevp.jpg
Präsentierten das Budget und die Vorhaben für 2022: Die Stadträte Gerald Knödlstorfer, Manfred Weissinger, Johannes Prinz, Vizebürgermeisterin Andrea Wiesmüller, Stadtrat Erich Stern, Bürgermeister Franz Mold sowie die Stadträte Josef Zlabinger, Anne Blauensteiner, Gerald Gaishofer und Josef Grünstäudl.
Foto: Markus Füxl

Nachdem die Zwettler Gemeinde vergangenes Jahr den budgetären Gürtel enger schnallte, soll es jetzt wieder mehr Geld für Vereine und Feuerwehren geben. Das ließ die ÖVP bei einer Pressekonferenz vor der Gemeinderatssitzung am 14. Dezember durchblicken.

Anzeige

Wie berichtet setzte der Gemeinderat die Förderungen für Fassadensanierung, Wirtschaft, Umwelt und Dorfgemeinschaften aus, die Förderungen für die Feuerwehren wurden auf 50 Prozent reduziert. Diese vorsichtige Budgetierung habe die Gemeinde jetzt in die Lage versetzt, die Subventionen wieder in voller Höhe zu gewähren, erklärte Vizebürgermeisterin Andrea Wiesmüller. Im Bereich Umweltschutz sollen neue Subventionen für Heckenscheren mit 200 Euro sowie für Wärmepumpen mit 350 Euro dazukommen.

Corona bringt auch im Jahr zwei ein Minus

Die Ausgangsbasis für den Voranschlag für 2022 sei „etwas besser“ als für das Budget 2021, ein ausgeglichener Finanzierungshaushalt wird aber auch für das nächste Jahr coronabedingt nicht möglich. Vorschusszahlungen auf die Ertragsanteile stehen für nächstes Jahr nicht mehr zur Verfügung und müssen zum Teil wieder zurückgezahlt werden.

Für notwendige Investitionen im nächsten Jahr müssen Darlehen in Höhe von etwa 3,3 Millionen Euro aufgenommen werden. So erhöhen sich vor allem die Ausgaben für den Bereich „Soziales“ um 100.000 Euro auf 2,1 Millionen Euro: „Das sind vor allem Maßnahmen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt. Das tut uns natürlich weh“, erläuterte Wiesmüller. Weitere große Investitionen und Ausgaben liegen in den Bereichen Landesklinikum mit 3,7 Millionen Euro, Abwasserreinigungsanlagen (3,4 Millionen Euro) sowie Straßenbau und Beleuchtung (2,6 Millionen Euro).

Die Vizebürgermeisterin blickt trotz der schwierigen Lage der vergangenen beiden Jahre positiv in die Zukunft: Ein Nachtragsvoranschlag soll im ersten Halbjahr erstellt werden – und der soll aufgrund „optimistischer Wirtschaftsprognosen wahrscheinlich wieder ein erfreulicheres Ergebnis ermöglichen“, sagt Wiesmüller.

Zustimmung zum Budget signalisieren SPÖ und FPÖ, die zustimmen werden. Beide begrüßen auf NÖN-Nachfrage die Aufnahmen der Förderungen, vor allem für die Feuerwehren. FPÖ-Gemeinderat Ewald Edelmaier kritisiert, dass im Vergleich viel Geld für Kultur und Veranstaltungen eingeplant sei.

Nicht zustimmen werden dem Budget die Grünen: „Es ist erfreulich, dass die Förderungen wieder ausgezahlt werden. Bei der Umwelt wurde dafür ein bisschen abgespeckt“, sagt Obfrau Silvia Moser. So sei ihr auch die Verkehrssituation im Zentrum – Stichwort Begegnungszone – noch immer ein Dorn im Auge. Auch dass verstärkt Autos mitten am Hauptplatz parken, stört Moser.