Mieter bangen um Parkplätze. Neue Haltestelle geplant, wo aktuell Autos stehen. Stadtrat Prinz: „Ist dann nur ein Parkplatz weniger.“

Von Markus Füxl. Erstellt am 01. Oktober 2020 (11:54)
Die Anrainer Lukas Zahler und Tanja Kolm fürchten um ihre Parkplätze in der Südhangstraße.
Markus Füxl

Für Ärger sorgen Verkehrspläne der Stadtgemeinde in der Südhangstraße. Dort soll die Bushaltestelle für den Stadtbus kurz vor der Ortsausfahrt einige Meter weiter nach unten versetzt werden. Nur: Dort wird die Fläche aktuell als Parkplatz für sechs bis sieben Autos der Mieter genutzt.

„Wir fühlen uns im Stich gelassen. Wo sollen wir in Zukunft unsere Autos abstellen?“, fragt Anrainer Lukas Zahler. Zwölf Wohnungen gibt es in den beiden Blöcken der Gemeinnützigen Wohn- und Siedlungsgesellschaft „Schönere Zukunft“ entlang der Straße. Für jeden Anrainer gibt es einen Stellplatz unter einem Carport. „Praktisch jede Partei hat aber zwei Autos“, sagt Zahler. Als Alternative müssten er und Besucher in Zukunft in der Quergasse bergab parken. Dort ist der Weg aber sehr schmal. Zahler hat sich deshalb mit einer Unterschriftenliste an die Gemeinde gewandt. „Wir wollen eine Lösung, mit der alle zufrieden sind“, betont er.

Verkehrsstadtrat Johannes Prinz stellt im NÖN-Gespräch klar: „Die neue Bushaltestelle wird nicht über den gesamten Streifen gehen, sondern über den Platz von zwei bis drei Autolängen. Außerdem verlieren die Anrainer höchstens einen Parkplatz, weil oben bei der aufgelassenen Haltestelle neue dazukommen.“

Blick nach oben versperrt

Ein Grund für die Versetzung der Bushaltestelle ist, dass so die Sicht bei der Ausfahrt der Südhangstraße in Richtung Hauptstraße verbessert wird. So war bisher besonders der Blick nach oben durch die parkenden Autos stark eingeschränkt, erklärt Prinz: „Das wird besser, indem dort dann die neue Haltestelle ist.“ Sie dürfe rechtlich auch als Parkplatz genutzt werden, wenn der Stadtbus außer Betrieb ist, also etwa am Wochenende.

Spiegel laut Prinz nicht möglich

Auch ein von den Anrainern geforderter Spiegel gegenüber der Ausfahrt würde das Problem der Sicht nicht beheben, erklärt Prinz: „Laut Verkehrssachverständigen bringt das nichts. Die Sicht auf die Straße muss auch so gegeben sein.“ Die Arbeiten an der Haltestelle und des Gehsteigs sollen laut Prinz erst im Frühjahr 2021 starten.