Mit Friseurbesuch krebskranke Kinder unterstützt. Drei Arbeitskolleginnen ließen sich für den guten Zweck ihre Zöpfe schneiden. Die Haare werden zu Perücken für krebskranke Kinder verarbeitet.

Von Markus Füxl. Erstellt am 20. Dezember 2017 (04:00)
privat
Die Zöpfe in der Hand: Christina Heider, Sandra Kernstock und Agnes Rameder spendeten ihre Haare für krebskranke Kinder.

Strahlend halten Christina Heider, Sandra Kernstock und Agnes Rameder ihre Zöpfe in die Kamera.

Sie haben gerade gemeinsam fast einen Meter lang Haare gelassen und das für einen guten Zweck: Die abgeschnittenen Haare werden vom Wiener Verein „Haarfee“ zu Echthaarperücken für an Krebs leidende Kinder verarbeitet.

"Möchten kranken Kindern helfen"

Die drei Damen mit der neuen Kurzhaarfrisur arbeiten als Kellnerinnen beim Zwettler Bergwirten Schrammel. Gemeinsam fasste das Trio den Entschluss, kranken Kindern ein besonderes Geschenk zu machen: „Ich habe selbst einen Krebsfall in der Familie erlebt. Wir möchten kranken Kindern helfen, gerade jetzt zur Weihnachtszeit“, so Agnes Rameder.

Und so funktioniert die Aktion: Die abgeschnittenen Haare werden an den Verein „Haarfee“ eingesandt. Dort werden sie nach Farbe und Länge sortiert und in die Produktion geschickt. Die fertigen Perücken übergeben die Vereinsmitglieder persönlich an die bedürftigen Kinder.

Mindestlänge von 30 Zentimetern

Haare spenden kann jeder, es gibt aber einige Voraussetzungen: „Die Haare müssen komplett unbehandelt sein, also nicht gefärbt, dauergewellt oder dauergeglättet“, erklärt Rameder. Außerdem müssen die Haare eine Mindestlänge von 30 Zentimetern haben.

Der Termin bei Friseurin Tamara Faifar in Groß Gerungs war dann doch nervenaufreibender, als gedacht: „Als die Friseurin den Zopf abschnitt, fühlte es sich kurz so an, als würde mir die Nabelschnur durchgeschnitten werden“, sagt Sandra Kernstock lachend.

Um ein Zeichen zu setzen, ließen sich die drei Mädels T-Shirts drucken, um auf die Aktion hinzuweisen. Auf der Vorderseite steht „Wir haben‘s getan“, hinten: „Haare lassen für einen guten Zweck“.

„Wir werden oft auf unsere schwarzen Shirts angesprochen. Wir erklären dann gerne, warum wir uns die Haare abgeschnitten haben. Und: Unserem Chef gefallen wir so auch“, sagen die drei unisono.