Mitleidstour zweier Serben trug Früchte. Bankangestellte bewahrte Zwettler (49) dank ihrer richtigen Reaktion vor weiterem finanziellen Schaden.

Erstellt am 12. Juli 2017 (05:00)
APA

Zwei Betrüger konnte die Polizei dank der Aufmerksamkeit einer Bankangestellten dingfest machen – und einen Zwettler dadurch vor weiterem finanziellen Schaden bewahren.

10.000 Euro herausgelockt

Zwei 19-jährige Serben waren am Freitag, 7. Juli, von Wien nach Zwettl gefahren, um hier einem 49-jährigen Mann unter Vorspiegelung falscher Tatsachen – sie erzählen u.a. von einem sterbenden Kind und einer bevorstehenden Operation – 10.000 Euro herauszulocken.

Während der Zwettler am Nachmittag in der Sparkasse von seinem Sparbuch das Geld abheben wollte, wartete einer der Männer im Auto. Eine Bankangestellte schöpfte jedoch aufgrund mehrerer gleichartiger Vorfälle Verdacht und verständigte die Polizeiinspektion Zwettl.

Diese leitete sofort eine Zielfahndung ein, in deren Zuge beide mutmaßlichen Betrüger angehalten werden konnten. Einer hatte in der Wohnung des Geschädigten „Aufpasserdienste“ geleistet, der andere war zu Fuß im Stadtgebiet unterwegs.

Männer zeigen sich geständig

Bei der Vernehmung des 49-jährigen Zwettlers kam zutage, dass die beiden Serben bereits im März mit dem Mann drei Mal Kontakt aufgenommen hatten und dieser ihnen schon fast 10.000 Euro ausgehändigt hatte – er hatte sich von der „Mitleidsmasche“ der beiden Gauner ausnutzen lassen.

Die beiden Männer zeigten sich geständig. Sie gaben an, dass sie das Geld für Autos und Dinge des täglichen Bedarfs ausgegeben hätten und derzeit den Schaden nicht gutmachen könnten. Sie wurden wegen schweren Betrugs angezeigt.