Zwettl

Erstellt am 11. Januar 2017, 04:00

von Brigitte Lassmann-Moser

Nächte durchgefahren: Straßendienst im Dauereinsatz. Zum Teil rund um die Uhr im Einsatz waren die Räum- und Streufahrzeuge der Straßenmeisterei Zwettl.

Im Dauereinsatz standen in den vergangenen Tagen auch die Räum- und streufahrzeuge der Straßenmeisterei Zwettl.  |  Straßenmeisterei

Massiv gefordert waren in den letzten Tagen, als Sturmtief „Axel“ über das Land fegte, die Straßenmeistereien, so auch jene in Zwettl, die rund um die Uhr im Einsatz war.

Nächte durchgefahren

„Es war zwar relativ ruhig für die herrschende Situation“, so Straßenmeister Gilbert Schulmeister. „Unser Glück war, dass durch die Ferien weniger Verkehr war!“. Dennoch ist der Zwettler Straßendienst aufgrund der heftigen Schneeverwehungen von Mittwoch auf Donnerstag und dann auch noch am Wochenende zwei Nächte durchgefahren. Im Normalfall gibt es zwischen 22 und zwei Uhr früh eine Pause, auch wenn die Mitarbeiter rund um die Uhr erreichbar sind.

Besonderes Augenmerk wird bei derartigen Wetterlagen vor allem auf exponierte Stellen gelegt. „Wir müssen Prioritäten setzen“, so Schulmeister, „und darauf schauen, dass bei Steigungen nichts stehen bleibt“. Auf flacheren Straßenstücken, wie etwa der B 38 Richtung Stauseebrücke, müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf die Situation einstellen und entsprechend fahren.

"Betreuen 250 Straßenkilometer"

„Wir betreuen 250 Straßenkilometer mit elf Fahrzeugen, mehr haben wir halt nicht, auch wenn wir in Spitzenzeiten zwanzig oder mehr brauchen würden“, bitten der Straßenmeister und sein Stellvertreter, Christoph Berger, die Autofahrer um Verständnis, dass man nicht überall gleichzeitig sein kann.

Beim übergeordneten Straßennetz, wo Salz gestreut wird – das sind etwa 100 km –, beträgt die Umlaufzeit, also die Zeit von der Ausfahrt bis zur Rückkehr des Einsatzfahrzeuges – zwei bis drei Stunden, im untergeordneten Netz, dort wo Splitt verwendet wird, bis zu vier Stunden.

Rund 20 km Schneewände aufgestellt

„Salz hat den großen Vorteil, dass es eine bessere Fahrqualität bietet, wenn es zu schneien aufhört, wenn es aber weiter schneit, es tiefe Temperaturen und wenig Verkehr gibt, ist die Wirkung nicht mehr so gegeben“, erklärt Schulmeister.

Um Schneeverwehungen zu minimieren, hat die Straßenmeisterei Zwettl rund 20 km Schneewände aufgestellt, mehr gehe, allein schon zeitlich, nicht. Diese Wände werden laufend kontrolliert und gegebenenfalls im Jahr darauf versetzt.