Pendeln mit dem Bus: „Kein Zeitverlust, eher Zeitgewinn“

Erstellt am 14. Juni 2022 | 20:49
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8387348_zwe24darueber_manfred_haumer.jpg
Manfred Haumer pendelt per Bus nach Gmünd in die Arbeit.
Foto: privat
Seit dem Klimaticket ist Manfred Haumer aus Zwettl mit dem Bus in die Arbeit unterwegs, dabei kann er bereits andere Dinge erledigen.
Werbung
Anzeige

„Seit dem Klimaticket bin ich für den Weg zur Arbeit auf den öffentlichen Verkehr umgestiegen“, erzählt Manfred Haumer aus Zwettl. Schon lange habe er überlegt, mit dem Bus zu pendeln, das relativ günstige Ticket war schließlich der Auslöser.

Haumer fährt täglich von Zwettl nach Gmünd zu seinem Arbeitsplatz. Als Zeitverlust sieht er die längere Fahrzeit nicht, eher als Zeitgewinn. „Ich habe meinen Tagesablauf umgestellt“, erklärt Haumer. Nun geht er bereits in der Früh etwa 1,5 Kilometer zu Fuß zur nächsten Bushaltestelle, danach natürlich auch noch von der Station bis zum Arbeitsplatz und am Abend wieder zurück. „So habe ich bereits Bewegung gemacht und gehe jeden Tag etwa fünf bis sechs Kilometer“, erzählt Haumer. Außerdem hat er im Bus nicht den Stress, den er sonst beim Autofahren auf der Straße hatte und kann etwa gemütlich Zeitung lesen. „Ich fahre mit dem Bus also länger, habe danach aber schon vieles erledigt, was ich sonst erst nach dem Heimkommen von der Arbeit machen müsste“, meint Manfred Haumer. Früher habe er sich gleich, nachdem er mit der Arbeit fertig war, auf den Heimweg gemacht, nun muss er immer zur vollen Stunde fahren. Dies könne er sich jedoch bei seinem Job gut einteilen.

„Viele wissen nicht, dass die Verbindungen mittlerweile so gut sind.“

Haumer zeigt sich mit seiner Umstellung auf Öffis also sehr zufrieden, und die für ihn wichtige Verbindung zwischen den beiden Bezirkshauptstädten sei mittlerweile sehr gut. „Das Klimaticket nütze ich außerdem natürlich auch privat“, meint der Zwettler. Für alle ist seine neue Vorliebe für Öffis aber nicht nachvollziehbar. „Die Waldviertler denken schnell einmal, wenn jemand nicht mit dem Auto fährt, hat er keinen Führerschein mehr“, lacht Haumer. Er bemerkt aber doch eine gewisse Steigerung bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Vor allem Busse in Richtung Krems oder St. Pölten seien mittlerweile gut besetzt.

Bestritt er im Winter die Strecke zwischen Zwettl und Gmünd oft alleine mit dem Fahrer, sind jetzt meist drei bis vier Personen schon in der Früh im Bus. Noch viel Luft nach oben, aber immerhin. Haumer merkt jedoch auch an: „Viele wissen gar nicht, dass die Verbindungen mittlerweile so gut sind.“ Ein weiterer Vorteil der Öffis: Man muss sich nicht überlegen, wo man parkt.

Weiterlesen nach der Werbung

Umfrage beendet

  • Öffis: Hat sich das Angebot in eurer Region verbessert?