Zwettl rüstet sich für Corona-Massentests. Zehn Teststraßen an fünf Standorten stehen im Stadtgebiet am 12. und 13. Dezember für die flächendeckenden Coronatests im Stadtgebiet bereit. Dort werden jeweils pro Tag etwa 300 Personen getestet. Die NÖN hat die wichtigsten Infos.

Von Markus Füxl. Erstellt am 04. Dezember 2020 (16:42)
Zahl der Neuinfektionen geht deutlich zurück (Symbolbild)
APA/AFP

Die Vorbereitungen für die Corona-Massentests am 12. und 13. Dezember in den Gemeinden laufen auf Hochtouren. In der Stadtgemeinde Zwettl wurden etwa 11.845 personalisierte Einladungen mit Angabe der jeweiligen Adresse der Teststraße sowie eines Zeitfensters von einer halben Stunde erstellt. Sie werden bis spätestens 7. Dezember zugestellt.

In den Ortschaften haben die Ortsvorsteher die Verteilung der Einladungen übernommen, im Stadtgebiet wurden die Briefe auf der Post mittels „Priority“ Sendung aufgegeben, betont Bürgermeister Franz Mold. Insgesamt sind fünf Standorte mit je zwei Teststraßen für die Testungen vorgesehen: Der Stadtsaal, das Stadtamt, die Volksschule im Hammerweg, die Sportmittelschule Zwettl sowie die Mittelschule Stift Zwettl. 300 Personen sollen pro Teststraße und Tag getestet werden. Die Durchführung der Massentests wird an diesen beiden Tagen grundsätzlich jeweils in der Zeit von 8 bis 18 Uhr erfolgen. Nähere Informationen zur Anmeldung sind unter www.testung.at auf der eigens dafür eingerichteten Website ersichtlich.

Ursprünglich wollte man auch in den Pfarrorten außerhalb der Stadt testen, allerdings: „Dort gibt es in den Turnräumen der Schulen nicht überall eine sichere Internetverbindung“, erklärt Mold. Auch in den Feuerwehrhäusern soll laut Land Niederösterreich nicht getestet werden, um die Einsatzbereitschaft uneingeschränkt weiter sicherzustellen.

60 Helfer täglich im Einsatz

In Absprache mit Manfred Ehrgott, dem Bezirksstellengeschäftsführer der Bezirksstelle Zwettl des Roten Kreuz, ist je Teststraße von einem Personalbedarf von sechs Personen auszugehen. Der Rachenabstrich wird von einer medizinisch geschulten Person des Roten Kreuz entnommen. Für die übrigen Stationen (Empfang und Anmeldung, Nachregistrierung von nicht angemeldeten Personen und Ergebniserfassung) sind fünf weitere Personen pro Teststraße erforderlich. Insgesamt werden also zumindest 50 Personen (ohne Ablösen, Pausen und ohne Personalbedarf für Einweisung und Logistik) pro Tag benötigt.

„Ich ersuche die gesamte Bevölkerung, sich entweder aktiv als Freiwilliger oder passiv durch bloße Teilnahme an dieser Testaktion zu beteiligen. Damit kann jeder von uns einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Infektionsketten unterbrochen und damit die Verbreitung des neuartigen Coronavirus weitestgehend eingedämmt wird“, appelliert Bürgermeister Franz Mold.

Finanzielle Entschädigung für Mitarbeiter

Alle Personen, die mitarbeiten, werden vor Beginn der Massentests selbst getestet und müssen daher damit einverstanden sein. Es wurde auch vereinbart, dass es eine finanzielle Entschädigung für alle Mitwirkenden geben wird, die vom Bund übernommen wird und von den Gemeinden zur Auszahlung gebracht werden soll. So sollen laut Mold voraussichtlich freiwillige Mitarbeiter zehn Euro pro Stunde bekommen, medizinisches Fachpersonal 20 Euro.

Eingesetzte Gemeindebedienstete erhalten eine Auszahlung der geleisteten Überstunden. Auch das organisatorische und medizinische Personal bekommt eine Entschädigung – die näheren Details diesbezüglich liegen aber aktuell noch nicht vor.
Ein Aufruf zur Mitarbeit an alle Mandatare, Ortvorsteher und Mitarbeiter der Stadtgemeinde Zwettl-NÖ sowie die Freiwilligen Feuerwehren im Gemeindegebiet ist bereits ergangen. Freiwillige werden gebeten, sich im Bürgerbüro telefonisch unter 02822/503 zu melden.

Für die gesamte Aktion „Niederösterreich testet“ wird mit der NÖ Versicherung eine Privat-Haftpflicht- sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen. Diese Versicherungen umfassen alle Personen in Niederösterreich, die sich an „Niederösterreich testet“ beteiligen.

Mehr Informationen zu den Tests in allen Gemeinden sowie einen kompletten Überblick über den Bezirk findet ihr in der kommenden Ausgabe der Zwettler NÖN.

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