Schaufenster gefüllt: Flotte Lotte will umziehen

Erstellt am 16. Dezember 2020 | 04:42
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Waren bei der Eröffnung des „Pop Up Stores“ der Flotten Lotte in der Innenstadt mit dabei: Andrea Wiesmüller, Wolfgang Lindner, Daniel Ruttinger, Monika Brandstätter, Elisabeth Mittendorfer und Anne Blauensteiner.
Foto: Markus Füxl
Zwettler Verein lädt zu „Pop Up Store“ in ehemaliger Billa-Filiale ein. Aus der Aktion soll ein längerfristiges Konzept werden: Die Mitglieder wollen in Innenstadt ziehen.
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Nachdem die ehemalige Billa-Filiale in der Landstraße mehrere Jahre lang leer stand, herrscht dort vor Weihnachten wieder reges Treiben: Der Verein „Flotte Lotte“ organisiert dort einen „Pop Up Weihnachtsstore“, bei dem sie Freitag und Samstag zwischen 10 und 18 Uhr ihre Produkte verkaufen.

Das erste Wochenende war bereits ein Erfolg, jetzt soll am 18. und 19. nachgelegt werden. Das Team um Vereinsobfrau Elisabeth Mittendorfer verwertet üblicherweise am ehemaligen Molkerei-Areal in der Pater-Werner-Deibl-Straße Lebensmittel, die sonst in der Mülltonne landen würden. Seit einiger Zeit halte man aber Ausschau nach einer neuen Unterkunft: „Wir tüfteln schon seit einem Jahr herum. Nachdem uns auf unserem Standort der Platz zu klein wird, müssten wir entweder ausbauen oder eben einen neuen Standort suchen“, erklärt Daniel Ruttinger, der stellvertretende Vereinsobmann.

Obfrau Elisabeth Mittendorfer ergänzt: „Wir haben geplant, im Jänner eine GmbH zu gründen und suchen gerade stille Gesellschafter. Der Verein bleibt natürlich bestehen.“

Die ehemalige Billa-Filiale würde sich perfekt eignen, erklären die beiden: Ein Hintereingang von der Florianigasse könnte als Liefereingang dienen, ein Fenster an der Decke sorgt für den gesetzlich nötigen Lichteinfall für die Küche.

Auch Kunsthandwerk und Gastro geplant

Für die Umsetzung des Umzugs in die Innenstadt sind aber noch Förderungen nötig, erklären die beiden: „Wir hoffen auf Zusagen bis Mitte 2021. Dann könnten wir am Jahresende durchstarten.“ Dann möchte man nicht nur Lebensmittel herstellen, sondern auch einen Regionalshop mit Kunsthandwerk sowie eine kleine Gastronomie aufziehen. „Der regionale Gedanke steht bei uns immer ganz vorne, die Wertschätzung der Lebensmittel. Mit einem neuen Standort wäre das auch ein Beitrag für die Zwettler Innenstadt“, sagt Mittendorfer. Aktuell arbeiten sie und ihr Team – fünf Angestellte arbeiten Teilzeit, 38 Leute sind im Verein – auf 100 Quadratmetern.

Seit Corona ist auch für die „Flotte Lotte“ das Leben nicht leichter geworden: „Nachdem die Märkte weggebrochen sind, haben wir unseren Vertrieb breiter aufgestellt“, erklärt Ruttinger. So bieten sie individuelle Weihnachtsgeschenke für Firmen sowie „Packages“ mit drei oder fünf Produkten an. „Wir haben heuer sehr gekämpft und sind ganz gut durch das Jahr gekommen. Der regionale Gedanke wuchs während Corona bei vielen“, freut sich Mittendorfer.

Ein Onlineshop der „Flotten Lotte“ ist bereits in Vorbereitung. Vor Ostern soll außerdem ein weiterer Pop Up Store – zumindest kurzfristig – aufmachen. Für die beiden Wochenenden vor Weihnachten stellt Hausherr Benedikt Stifter für den Verein die Räumlichkeiten in der Innenstadt gratis zur Verfügung. Und bis die „Flotte Lotte“ dort vielleicht sogar dauerhaft aufsperren wird, können sich Besucher noch mit Currys, Chutneys, Suppen und weiteren Köstlichkeiten für die Weihnachtsfeiertage eindecken.

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