Selbstversorgung mit Strom: „Warten noch auf die Förderungen“

Erstellt am 07. August 2022 | 05:39
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8424359_zwe30zwettl_wittmann_pv.jpg
Auf dem Dach des Bestattungs- und Tischlereiunternehmens Wittmann glänzt neuerdings eine brandneue Photovoltaik-Anlage.
Foto: privat
Sie soll in einem Monat laufen: Bestattung Wittmann in Zwettl hat das Gebäude mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet.
Werbung

Wo man auch schaut, überall sprießen gerade die Photovoltaik-Anlagen aus dem Boden, oder besser gesagt aus den Dächern. Die teuren Strompreise treiben zahlreiche Unternehmen und Privatpersonen zur Investition in die Selbstversorgung mit Strom.

Auch das Zwettler Bestattungs- und Tischlereiunternehmen Wittmann zieht nun nach. Auf dem Dach des Gebäudes an der Promenade, in dem auch die Oberbank ist, befindet sich seit Kurzem eine PV-Anlage mit 13 kW. In Betrieb ist sie allerdings noch nicht. „Wir müssen noch auf die Förderungen warten. Vorher dürfen wir sie gar nicht in Betrieb nehmen“, schildert Michael Wittmann. Er sei aber zuversichtlich, dass man die Anlage noch innerhalb eines Monats einschalten können wird.

Wie viel des eigenen Strombedarfs man damit decken kann, müsse man erst sehen. „Ich hoffe aber doch, dass wir einen recht großen Anteil decken können“, meint der Bestatter.

Die Idee zur Installation einer Photovoltaik-Anlage geisterte schon länger im Unternehmen herum. Wittmann selbst war lange zwiegespalten. „Ich habe mich immer gefragt, ob so eine Anlage auch wirklich auf das schöne alte Mühlengebäude passt. Ich finde aber jetzt doch, dass sie ganz gut dazu passt.“ Erst einmal überzeugt werden musste übrigens auch die Gemeinde. Da sich das Gebäude im Stadtzentrum befindet, musste zuerst eine Zustimmung bezüglich der Ortsbildverträglichkeit eingeholt werden.

Neben der Photovoltaik-Anlage zeigt sich das Unternehmen in einem anderen Bereich bereits komplett autark. „Im Vorjahr haben wir es geschafft, ohne jegliches Gas zu heizen“, berichtet Wittmann. Eine Hackschnitzelanlage macht‘s möglich. Die Tischlerei verheizt einfach die anfallenden Holzreste, und auch Holz aus dem eigenen Wald wurde genutzt. Der Kurs für die Zukunft ist gesetzt.

Werbung