Uneinigkeit über Ehrenbürgerschaft von Herbert Prinz. Bürgermeister a.D. Herbert Prinz soll Auszeichnung bekommen. Grüne sind dagegen.

Von NÖN Redaktion. Update am 22. Oktober 2019 (14:14)
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Die ÖVP möchte eine Ehrenbürgerschaft für Herbert Prinz, Bürgermeister a.D.

Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Bürgermeister außer Dienst, Herbert Prinz wird bei der Gemeinderatssitzung am 22. Oktober (nach Redaktionsschluss) beschlossen.

Die ÖVP wird dem Antrag selbstverständlich zustimmen, heißt es von der zuständigen Stadträtin Andrea Wiesmüller. (ÖVP). Sie sagt im Gespräch mit der NÖN: „Prinz hat sich mit vielen Projekten sehr verdient um die Stadtgemeinde gemacht. Die Umfahrung Zwettl oder die Übergabe des Krankenhauses an das Land waren nur einige Spitzen“, zählt Stadträtin Wiesmüller auf.

Grüne wollen nicht zustimmen

Die Grünen kündigen bereits im Vorfeld an, dass sie dabei nicht zustimmen werden, immerhin hätten sie wegen den Vorgängen beim EKZ nicht umsonst einen Misstrauensantrag eingebracht, wie Gemeinderätin Silvia Moser betont. „Wie die Grünen von Prinz behandelt wurden, war nicht in Ordnung. Er hat grundsätzlich unsere Anträge abgelehnt“, so Moser.

FPÖ-Stadtrat Ewald Edelmaier: „Wir werden der Ehrenbürgerschaft zustimmen. Auch wenn er die Opposition nicht wirklich mitarbeiten hat lassen“, meint der Stadtrat aber auch, dass in Zwettl viel unter Prinz’ Amtszeit geschehen ist.

Gerüchten zufolge möchte SPÖ-Stadtrat Franz Groschan der Ehrenbürgerschaft für Prinz nicht zustimmen. Im Gespräch mit der NÖN wollte er dazu nichts sagen. Fraktionszwang gebe es aber keinen. „Es bleibt jedem bei uns selbst überlassen, wie er abstimmt“, sagt Groschan.

Herbert Prinz möchte sich zur Debatte nicht äußern: „Das ist nicht meine Entscheidung. Wie es kommt, so kommt‘s“, sagte er noch vor der Sitzung.