Unternehmer Michael Ertl: "Ich werde keinesfalls 2 G kontrollieren"

Unternehmer Michael Ertl aus Zwettl sträubt sich gegen neue Bestimmung. Die Bezirkshauptmannschaft betont indes, dass sich jeder an Gesetze halten müsse.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 12:07
Lesezeit: 1 Min
New Image
Michael Ertl
Foto: NÖN Archiv

Michael Ertl hat bereits im Dezember angekündigt, dass er sein Geschäft „ertljeans“ mit 12. März 2022 endgültig schließen wolle. Die Impfpflicht und die bundesweiten 2 G-Regeln haben damals zu seiner Entscheidung geführt. Jetzt setzt er nach: Er sei nicht mehr für „Diskriminierung im Rahmen der 2 G Regel zu haben“, sagt er. „Ich werde keinesfalls 2 G kontrollieren.“

2 G-Kontrollen im Handel sind seit Montag verpflichtend (wir berichteten). In Ertls Geschäft sei jeder willkommen, egal, ob geimpft, ungeimpft oder getestet: „Ich fürchte mich nicht vor den angekündigten Konsequenzen.“ Wenn der Betrieb behördlich geschlossen werden müsse, „dann ist das eben so und ich habe dies zu akzeptieren“. Er lehne jedenfalls die Impfung ab.

Bezirkshauptmann: "Gesetze sind verpflichtend einzuhalten"

Ertl hat ein Schreiben unter anderem der Bezirkshauptmannschaft Zwettl zukommen lassen. „Egal, was er für eine Meinung hat: Gesetze sind verpflichtend einzuhalten“, betont Bezirkshauptmann Michael Widermann. „Wenn er kontrolliert wird und ein strafbarer Tatbestand festgestellt wird, dann muss ein Strafverfahren eingeführt werden.“

Es könne sein, dass das Oberste Verwaltungsgerichtshof zur Entscheidung gelange, dass das Gesetz falsch gewesen sei: „Dann muss ich damit leben, auch das ist einzuhalten.“

Drohe tatsächlich eine behördliche Schließung? „Man muss sich den genauen Wortlaut im Gesetz anschauen, ob die Voraussetzungen gegeben sind. Wenn Sie gegeben sind, dann wird man eine behördliche Schließung anordnen müssen, egal, wer betroffen ist.“