Volkshochschul-Vortrag: "Wir müssen Menschen bleiben". Am Puls der Zeit bewegt sich die Volkshochschule Zwettl mit aktuellen Vorträgen – so auch beim jüngsten Vortrag von Felix Schneider vom Institut für Strategie und Sicherheitspolitik an der Landesverteidigungsakademie Wien. Er durchleuchtete das Thema „Wie Pandemien unsere Geschichte prägten“.

Von Joachim Brand. Erstellt am 21. Oktober 2020 (12:23)

Felix Schneider vom Institut für Strategie und Sicherheitspolitik an der Landesverteidigungsakademie Wien sprach unlängst zum Thema „Wie Pandemien unsere Geschichte prägten“

Die Vorgaben zur Corona Pandemie  regelten  vor Vortragsbeginn den Zugang zum  Saal der Raiffeisenbank Zwettl. Tage zuvor nahm Monika Führer-Kolm von der VHS Zwettl  die Anmeldungen entgegen. Auf  vorbereiteten  Plätzen, mit den nötigen Sicherheitsabständen versehen, ermöglichte man  einer  beschränkten Besucherzahl,  die Teilnahme. Das  strikte Hygienekonzept mit Maskenpflicht und Handdesinfektion  schuf Vertrauen. Fast alle Plätze waren besetzt.

 Der ehemaliger Volkshochschulleiter Franz Ettmayer begrüßte den Vortragenden Felix Schneider von  der Landesverteidigungsakademie Wien. Besonders bedankte er sich beim Raiba Obmann Gerhard Preiß für die langjährige Zusammenarbeit. „Ohne Unterstützung der Raiba Zwettl könnten wir diese hochwertigen Vorträge in Zwettl nicht anbieten.“ betonte Franz Ettmayer. „Der Mensch sei Herr über sein  Schicksal“ das war das Denken der vergangenen Jahrzehnte“  meinte Felix Schneider zu Beginn seiner Ausführungen. Er zeigte an vielen Beispielen, dass Seuchen und Pandemien seit Jahrtausenden mehr Menschen das Leben kosteten, als alle Kriege zusammen.

Dennoch kam es in Folge kriegerischer Auseinandersetzungen häufig zu fürchterlichen Pandemien wie der Pest, der Pocken, der Cholera, der Spanischen Grippe. „Pandemien sind einschneidend sicherheitspolitisch relevante Ereignisse“ lautete des Resümee des Vortragenden. Und, wir können trotz Einschränkungen durch  gewisse Vorkehrungen geregelt mit dem Infektionsgeschehen leben. Dabei sollten wir aber unser Sozialleben nicht vernachlässigen. „Wir müssen Menschen bleiben“ appellierte Felix Schneiderabschließend an seine Zuhörer.