Wegen Homeoffice: Viel Arbeit für IT-Firmen. Zwettler Firma MP2 hat wegen Corona alle Hände voll zu tun.

Von Markus Füxl. Erstellt am 26. März 2020 (04:34)
Manfred Pascher im Homeoffice
privat

Wo es möglich ist, stellen Betriebe im ganzen Waldviertel auf Homeoffice um. Damit haben auch viele IT-Unternehmen alle Hände voll zu tun, etwa „MP2 IT-Solutions“ mit Firmensitz in Zwettl.

Doppelt so viele Notebooks verkauft wie sonst. „Wir verkaufen aktuell doppelt so viele Notebooks wie sonst“, erklären Gerlinde Macho und Manfred Pascher. Aber nicht nur die Bereitstellung der Hardware fordert das Team: So werden viele Kunden mit der nötigen Software ausgerüstet, um von zuhause aus arbeiten zu können: „Das geht quer durch alle Branchen. Die Klassiker sind etwa Rechtsanwälte, Immobilienunternehmer und Kliniken“, sagt Pascher. Zu den Kunden von MP2 IT-Solutions zählen etwa die „Beste Gesundheit Gruppe“, die „Klinikum Austria Gruppe“ oder „Pur-Austrian Organic Products“.

Ausrüstung mit Software geht ohne persönlichen Kontakt. Führungskräfte hätten in den Unternehmen meist die nötigen Tools. Jetzt gelte es, auch die Ebenen darunter entsprechend auszurüsten. Das geht ohne persönlichem Kontakt: „Das ist im IT-Bereich glücklicherweise gut möglich. Es braucht halt entsprechend Geduld,“ erklärt Macho. Die Programme für Videokonferenzen unterscheiden sich im Business stark vom privaten Gebrauch: Während privat eher mit Skype oder WhatsApp telefoniert wird, gibt es beruflich andere Lösungen: Microsoft Teams eignet sich für Videokonferenzen. Dateien und Dokumente können ausgetauscht und auf einem gemeinsamen Ort gespeichert werden. Das Tool ist auch für Smartphone und Tablet als App verfügbar. Mit „Zoom“ können Videokonferenzen, „Webinare“, Besprechungen und virtuelle Meetings abgehalten werden, mit bis zu 1.000 Teilnehmern.

Mitarbeiter müssen für Datenschutz sensibilisiert werden. Mit der Einrichtung für Homeoffice geht auch das Thema Internetsicherheit einher: „Einige Kunden kennen die Situation der Heimarbeit noch gar nicht. Dort rüsten wir sie teilweise mit neuem Virenschutz aus“, erklärt Pascher.

Daneben gelte es, besonders auf Datenschutz hinzuweisen: „Unternehmen müssen Ihre Mitarbeiter dafür sensibilisieren, dass die aktuelle Situation auch vermehrt von Cyberkriminellen ausgenutzt wird. Achten Sie besonders darauf, nur E-Mail-Anhänge von bekannten Absendern zu öffnen. Seien Sie speziell bei ‚Info-Newslettern‘ zum Thema Corona und Bewerbungen besonders vorsichtig“, rät Philip Marak, Experte für IT-Sicherheit.

Belegschaft komplett auf Homeoffice umgestellt. Mit den Erlässen der Bundesregierung rund um die Coronakrise stellte auch die Belegschaft von MP2 IT-Solutions komplett auf Homeoffice um. Insgesamt sind 38 Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt, am Zwettler Standort sind es 17.

„Es ist auch für uns eine neue Situation. Wir wissen aber, wie wir damit umgehen und sind voll einsatzfähig“, sagt Pascher, und: „Wir haben vor Ort noch einen Notdienst, wenn zum Beispiel etwas bei einem Server getauscht werden muss.“ Sonst braucht es für einzelne notwendige Termine vor Ort die explizite Erlaubnis von der Geschäftsführung.