Wildschweinjagd: 120-Kilo-Tier geschossen

Walter Dornhackl gelang bei der Wildschweinjagd in Zwettl kürzlich ein besonderer Treffer.

Joachim Brand Erstellt am 25. September 2021 | 06:39
440_0008_8182831_zwe38zwettl_wildschweinjagd.jpg
Außergewöhnliches Jagdglück hatte Walter Dornhackl mit dem Abschuss eines besonderen Keilers.
Foto: Joachim Brand

Ein besonderes Waidmanns-Heil wurde Walter Dornhackl aus Niederstrahlbach mit dem Abschuss eines kapitalen Keilers zuteil.

Die Wildschweinjagd gehört zu den besonderen Herausforderungen eines jeden Revierbesitzers. Zeit, Geduld und jagdliches Fachwissen sind die Voraussetzung dieser bis nach Mitternacht reichenden Ansitzjagd. „Ich bin dauernd draußen in unserm Pachtrevier bei Schönbach/Dorfstatt.“ Das machte sich letzte Woche bezahlt. Walter Dornhackl erzählt: „Bei echt miesem Wildschweinwetter verließ ich ergebnislos meinen Ansitz. Nach etwa hundert Meter Fußmarsch erblickte ich in geringer Entfernung ein riesiges Wildschwein. Um einen sicheren aufgesetzten Schuss zu erzielen, eilte ich unbemerkt zu meinem Ausgangspunkt zurück. Und wirklich, nach einem gezielten Treffer lag dieser kapitale Keiler vor mir.“

Rund 120 kg Lebendgewicht und 10 cm lange Hauer, das sind die oberen Eckzähne, zeugen von einem prachtvollen Wildbret. Durch die gezielte Wildschweinbejagung in Niederösterreich erreichen nur ganz wenige Tiere diese Größe.

Wildschweine verursachen vielfach Flurschäden und sind in der Landwirtschaft gefürchtet. Die Herausforderungen an die Jägerschaft stellen sich in ihrem Verhalten. Innerhalb eines Tages können die „Schwarzkitteln“ 10 km weiterwandern.

Bei weniger Nahrung Tiere mehr auf Feldern

Walter Dornhackel macht auf die Wichtigkeit einer erfolgreichen Wildschweinjagd aufmerksam. „Im letzten Jahr fruchteten viele Eicheln. So fanden die Tiere genügend Nahrung. In diesem Jahr ist das anders. Jetzt kommen die Tiere wieder vermehrt auf die Felder. Die Flurschäden müssen von den Jagdpächtern finanziell beglichen werden.“ Als verwertbares Wildbret sind die Überläufer (Tiere im zweiten Lebensjahr) am begehrtesten. Im eigenen Gasthaus in Friesersbach bietet Dornhackl auch Wildbretprodukte.

Die Bedeutung der Wildschweine im Ökosystem ist nicht zu unterschätzen. Sie durchlüften den Waldboden, tragen zur Biodiversität bei und dienen Wölfen als Beute. Dennoch hat Dornhackl Anzeichen bemerkt, wonach ein Wolf von den gewaltigen Hauern eines Keilers tödlich verletzt wurde.