Wildwechsel: Reflektoren sollen schützen. Schutzzaun entlang der Zwettler Umfahrung sorgte für mehr Wildunfälle auf den Nebenstraßen.

Von René Denk. Erstellt am 10. Oktober 2019 (05:24)
René Denk
Wildreflektoren für die Allentsteiger Straße (L67) stellte die Straßenmeisterei Zwettl in der Vorwoche auf. Im Bild: Betriebsleiter Christoph Berger, Bezirksjägermeister-Stellvertreter Manfred Jäger, Jagdleiter Rupert Steiner, Josef Rosenmaier und Markus Braunsteiner.

Mehr Wildschadensfälle gibt es auf der Allentsteiger Straße (L67), die an die Umfahrung Zwettl anschließt.

Entlang der Umfahrung wurde durchgehend ein Wildschutzzaun montiert, der dann bei der L67 endet. „Das ist die erste Möglichkeit für das Wild, wo es wieder wechseln kann und dort geht es dann verständlicherweise auch drüber. Deshalb wurde es an den Zubringern zur Umfahrung gefährlicher“, erklärt Bezirksjägermeister-Stellvertreter Manfred Jäger die höheren Wildschadenszahlen im NÖN-Gespräch, die in den letzen Jahren auf bis zu zehn Stück pro Jahr anwuchsen.

Rund 100 blaue Wildreflektoren wurden daher in der Vorwoche von Mitarbeitern der Straßenmeisterei auf beiden Seiten an den Leitpflöcken der Allentsteiger Straße auf eineinhalb Kilometer montiert. Von den betroffenen Jagdpächtern wurden hierfür knapp 1.000 Euro investiert, die Straßenmeisterei Zwettl übernahm die Montage und übernimmt die Wartung.

„Ein bestimmter Typ von Wildwarner funktioniert nicht überall gleich“, weiß Jäger, dass es immer auf Gelände und viele andere Umweltfaktoren ankommt. Im Durchschnitt gab es durch die Wildreflektoren in Niederösterreich bereits eine 40 prozentige Reduktion der Wildunfälle. „In manchen Revierteilen oder Streckenabschnitten von Landesstraßen wurde die Zahl sogar auf bis zu 80 Prozent reduziert“, erzählt der Bezirksjägermeister-Stellvertreter.

Da man nach zwei drei Jahren bei den weißen Reflektoren entlang der daneben befindlichen B36 keine Wirkung beobachten konnte, wurden dort zusätzlich sieben akustische Wildwarngeräte installiert.