Wohnbau in der Landstraße nur hinten 15 m hoch. WAV-Vorstandsdirektor Damberger: „Projekt fügt sich harmonisch in Landstraßenarchitektur ein!“

Von René Denk. Erstellt am 04. Dezember 2019 (03:16)
So soll die Ansicht des Wohnbauprojektes der Siedlungsgenossenschaft Waldviertel von der Zwettler Landstraße aussehen.
Grafik: Architekt Macho ZT GmbH

Die Ansicht des Wohnbaus der Siedlungsgenossenschaft Waldviertel (WAV) in der oberen Landstraße wurde festgelegt. Der „mit den Behörden abgestimmte Entwurf“, wie WAV-Vorstandsdirektor Manfred Damberger sagt, passe sich sehr gut in die Landstraßenarchitektur ein (siehe Entwurf).

„Wir sind auf die Gebäudehöhen eingegangen und unser Projekt fügt sich harmonisch zur Fassadenlandschaft der anderen Gebäude ein“, betont Damberger. Die Gebäudehöhe, die im Inneren rund 15 Meter und maximal fünf Geschoße haben darf, wurde von den Grünen und Anrainer Robert Wolf kritisiert. Dies versteht Damberger aber nicht, denn der Plan sieht vor, die maximale Bauhöhe eben nur im hinteren Teil im Innenhofbereich auszuschöpfen. „Unser Bau wurde an die Höhenlage perfekt angepasst.

Von der Landstraße können weder Fußgänger noch Autofahrer den höheren Teil einsehen“, meint Damberger. Weiters sei die gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft der Empfehlung des Nö-Gestaltungsbeirates gefolgt, das Projekt hier höher zu dimensionieren. „Es wird ein wichtiges Projekt für die Weiterentwicklung der Innenstadt. Zum Großteil wird ein Mix von Wohnungen zwischen 50 m und 75 m angeboten. Der Trend geht in diese Richtung: In allen Bezirksstädten wollen die Menschen kleinere Wohnungen.“

Nachfrage nach den Wohnungen schon groß

Ein Beweis, dass das Projekt „riesigen Charme“ ausstrahle, wäre, dass es bereits jetzt viele Anfragen und eine lange Vormerkliste für die neuen Wohnungen gäbe. Weiters komme das Projekt nachhaltigen ökologischen Zielen nach, denn hier würde man Wohnraum in der Innenstadt verdichten und nicht in der Peripherie neu bauen. „Von uns steckt sehr viel Herzblut drin. Wir beweisen immer wieder, dass wir nachhaltig Projekte für die Innenstädte umsetzen“, betont Damberger. In Zwettl wäre das etwa mit dem Umbau des alten Kinos, dem Wohnhaus in der Florianigasse oder dem betreuten Wohnen gegenüber dem Seniorenwohnheim St. Martin geschehen.

Ungefähr 50 Wohnungen und knapp unter 60 Tiefgaragenplätze sollen auf dem 2.500 m großen Areal entstehen. Rund zehn Millionen Euro sollen grob hochgerechnet in den Bau investiert werden. Es wird von der WAV auch Grund für die Verbreiterung der Straße abgetreten. Florianigasse und Bürgergasse werden dann überall acht Meter breit sein. Auch ein Gehsteig wird so ermöglicht.

Bürgermeister Franz Mold betonte schon in früheren Berichten die Wichtigkeit des Wohnbauprojekts. Das Projekt wird jetzt weitergeplant, bis es zur endgültigen Einreichung für das Bauverfahren kommt.