Zeitreise-Express: Abfahrt in die 70er. Mit kulinarischer Verpflegung von früher ging es in einem Zeitreise-Express von Zwettl nach Waldhausen.

Von Markus Füxl. Erstellt am 28. September 2017 (05:00)

Mit 520 PS ging es mit dem Museums-Lokalbahnverein zurück in die 70er. Der Verein organisierte am 23. September eine Zeitreise-Zugfahrt mit einer Dampflokomotive aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Die Teilnehmer konnten in mehreren Waggons auf den originalen Bänken Platz nehmen und die Reise von Zwettl nach Waldhausen genießen. Stilecht war dabei auch die Verpflegung. In einem Buffetwagen gab es etwa „Rüscherl“, Gin Fizz und eine Melonenbowle. Außerdem konnten die Gäste mit herzhaften Rollmopssemmeln in kulinarischen Erinnerungen an die wilden 60er- und 70er-Jahre schwelgen. Dabei half auch DJ Franz Schierhuber, der die Abteile mit Hits von früher bespielte. Zwischen Udo Jürgens und den Beatles durfte dabei auch nicht Mike Supancics Spaßhit „ÖBB Train“ fehlen.

Ein Highlight auf der Fahrt waren aber die Besucher selbst. Viele von ihnen gruben Glockenhosen sowie bunt gemusterte Blusen, Hemden und Kleider von damals aus und ließen mit schrillen Perücken die 70er- Jahre aufleben. Für sie gab es auf der Fahrt einen Pfiff Bier und ein Zwettler Express-Bierglas als Andenken.

Wiener Filmstar war Überraschungsgast

Erster Halt auf der Zeitreise war in der Syrnau. Dort sammelte der Zeitreise-Express einen Passanten auf, der kurz zuvor aus der Zeitmaschine gepurzelt war: Otmar Steininger stieg verkleidet als Hans Moser mit Sohn Georg und Partnerin Ivana Bobek zu und unterhielt die Fahrtgäste mit dem typischen Moser’schen Nuscheln.

Gemeinsam ging es weiter nach Kleinschönau, wo Zugführer Thomas Wasinger und sein Lokteam eine Scheinabfahrt veranstalteten. Dabei stiegen die Gäste aus und konnten der historischen Dampflok zusehen, wie sie Fahrt aufnahm. Sie kann eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erreichen.

Letzter Halt war der Bahnhof in Waldhausen, wo es für die Gäste einen sportlichen Programmpunkt gab. Zu dem Lied „I‘m a train“ mussten die Zugreisenden in einer Choreografie die Eisenbahnräder imitieren. Schnell verwandelte sich der Bahnhof in eine Tanzfläche, auf der Jung und Alt gemeinsam feierten.

Nachdem der Zug gewendet hatte, ging es für die Gäste wieder nonstop zurück nach Zwettl. Dort koppelte die Dampflokomotive ab und ließ die hinteren Abteile mit dem Buffet auf den Gleisen stehen, damit die Besucher weiter feiern konnten.