Interview: Wie lebt es sich in Heimquarantäne?. Seit einem Skiausflug in Heiligenblut ist AMS-Leiter Kurt Steinbauer in Heimquarantäne.

Von Markus Füxl. Erstellt am 27. März 2020 (08:43)
Der Zwettler-AMS-Leiter Kurt Steinbauer ist in Heimquarantäne.
Rene Denk

NÖN: Wie ist es zur Heimquarantäne gekommen?

Kurt Steinbauer: Eine Gruppe von acht Personen, darunter auch ich, war vor den Maßnahmen der Bundesregierung Skifahren in Heiligenblut. Wir sind frühzeitig nach Hause gefahren. Alle Personen, die in diesem Gebiet waren, müssen sich in Heimquarantäne begeben. Wir haben das der Bezirkshauptmannschaft gemeldet und einen entsprechenden Bescheid bekommen.

Wie ist es weitergegangen, wurden Sie auf Corona getestet?

Steinbauer: Nein, den Test gibt es nur dann, wenn man Symptome hat. Ich muss zweimal am Tag Fieber messen und Symptome dokumentieren. Die Skigruppe ist ständig über Whats-app in Verbindung, wir berichten uns gegenseitig. Bei keinem Einzigen von uns gibt es bisher Symptome.

Bis wann ist die Quarantäne aufrecht?

Steinbauer: Bis einschließlich 27. März. Erst dann darf ich wieder das Haus verlassen.

Wie regeln Sie den Haushalt, wer geht einkaufen?

Steinbauer: Meine Frau und ich werden jetzt bestens von unseren Nachbarn und Verwandten versorgt. In solchen Zeiten ist eine gute Nachbarschaft einfach ein Traum. Da sieht man erst, was das bedeutet!

Gerade in Ihrer Funktion als AMS-Leiter sind Sie besonders gefordert. Wie läuft es im Homeoffice?

Steinbauer: Es ist schwierig, dass ich nicht mit meinen Kollegen zusammenkommen kann. Wir stimmen uns per Mail und Whatsapp sowie mittels Chat über unser Firmensystem ab. Es funktioniert ganz gut.

Wie verbringen Sie aktuell ihre Freizeit?

Steinbauer: Von Entschleunigung ist bei mir keine Rede. Ich habe einmal kurz die Terrasse abgekärchert. Sonst koche ich gemeinsam mit meiner Frau und lese.