Niederösterreich trauert um Hugo Portisch
Zur Welt kam Hugo Portisch 1927 in Bratislava als Sohn des in St. Pölten geborenen Journalisten Emil Portisch. In den letzten Kriegstagen floh die Familie und kehrte zurück nach St. Pölten. Im St. Pöltner Stadtteil Wagram fanden die Portischs am elterlichen Bauernhof ein Zuhause, Emil Portisch wurde Redakteur bei der St. Pöltner Zeitung, aus der später die NÖ Nachrichten (NÖN) hervorgingen. Hier, bei der St. Pöltner Zeitung, begann 1947 dann auch die journalistische Laufbahn von Hugo Portisch als Wien-Korrespondent - neben dem Studium der Geschichte, Publizistik, Germanistik und Anglistik an der Universität Wien, das er 1952 mit der Dissertation abschloss. Die Familie lebte wie viele damals unter ärmlichen Verhältnissen, wie sich Hugo Portisch vor einigen Monaten im NÖN-Interview erinnerte: „Es hat mir nichts ausgemacht, denn ich hatte jeden Tag eine solche Freude, am Leben zu sein, und eine solche Freude, dass es keinen Krieg und keine Verfolgung gibt."