Niederösterreich trauert um Hugo Portisch

Erstellt am 01. April 2021 | 18:01
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Hugo Portisch starb im 95. Lebensjahr. Er wird als Welterklärer im besten Sinne in Erinnerung bleiben.
Foto: Usercontent, APA/Pfarrhofer
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Hugo Portisch war so etwas wie die Verkörperung des Journalismus in Österreich und prägte mit seinen ORF-Geschichtsserien "Österreich I" und "Österreich II" ganze Generationen. Seine ersten journalistischen Schritte machte er bei der St. Pöltner Zeitung, dem Vorgänger der NÖN. Heute ist Portisch laut seinem langjährigen Journalistenkollegen Heinz Nußbaumer "nach kurzer Krankheit" im 95. Lebensjahr sanft eingeschlafen.

Zur Welt kam Hugo Portisch 1927 in Bratislava als Sohn des in St. Pölten geborenen Journalisten Emil Portisch. In den letzten Kriegstagen floh die Familie und kehrte zurück nach St. Pölten. Im St. Pöltner Stadtteil Wagram fanden die Portischs am elterlichen Bauernhof ein Zuhause, Emil Portisch wurde Redakteur bei der St. Pöltner Zeitung, aus der später die NÖ Nachrichten (NÖN) hervorgingen. Hier, bei der St. Pöltner Zeitung, begann 1947 dann auch die journalistische Laufbahn von Hugo Portisch als Wien-Korrespondent - neben dem Studium der Geschichte, Publizistik, Germanistik und Anglistik an der Universität Wien, das er 1952 mit der Dissertation abschloss. Die Familie lebte wie viele damals unter ärmlichen Verhältnissen, wie sich Hugo Portisch vor einigen Monaten im NÖN-Interview erinnerte: „Es hat mir nichts ausgemacht, denn ich hatte jeden Tag eine solche Freude, am Leben zu sein, und eine solche Freude, dass es keinen Krieg und keine Verfolgung gibt." 

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